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Tokio Hotel
Als Bill eines Tages zum Feierabend seinen üblichen Spaziergang macht, findet er einen verletzten Gestaltenwandler mit einem Baby, hinter einem Gebüsch. Sofort nimmt der junge Arzt die beiden bei sich auf und kümmert sich fürsorglich um sie. Aber der große Jaguar, macht es ihm mit seinen ständigen Schikanen und seiner mürrischen Art, nicht leicht. Ein regelrechter Spießrutenlauf beginnt, aber Bill gibt nicht auf, das Gute in alles und jedem sehen zu wollen. Bill x Tom

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  1. Kapitel 1
  2. Kapitel 2
  3. Kapitel 3
  4. Kapitel 4
  5. Kapitel 5
  6. Kapitel 6
  7. Kapitel 7
  8. Kapitel 8
  9. Kapitel 9
  10. Kapitel 10
  11. Kapitel 11
  12. Kapitel 12
  13. Kapitel 13
  14. Kapitel 14
  15. Kapitel 15
  16. Kapitel 16
  17. Kapitel 17
  18. Kapitel 18
  19. Kapitel 19
  20. Kapitel 20
  21. Kapitel 21

Kapitel 1

Herzlich Willkommen zu unserer FF
Eine mehr oder weniger spontane Idee, die hoffentlich Anklang bei euch findet! Wir hoffen euch gefällt die Geschichte und sie kann euch einwenig unterhalten. Feedback ist gerne gesehen

Titel: Gib Pfötchen

Genre: Fantasy, Drama

Pairing: Bill x Tom

Kapitel: 21

Was ihr wissen solltet: In dieser FFwelt sind Gestaltenwandler 'normal', also nicht nur eine Fantasie oder ein Mythos

Kurzbeschreibung: Als Bill eines Tages zum Feierabend seinen üblichen Spaziergang macht, findet er einen verletzten Gestaltenwandler mit einem Baby, hinter einem Gebüsch. Sofort nimmt der junge Arzt die beiden bei sich auf und kümmert sich fürsorglich um sie. Aber der große Jaguar, macht es ihm mit seinen ständigen Schikanen und seiner mürrischen Art, nicht leicht. Ein regelrechter Spießrutenlauf beginnt, aber Bill gibt nicht auf, das Gute in alles und jedem sehen zu wollen.

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Genießend atmete Bill die frische Luft ein, als er durch das kalte, nasse Laub lief. Dass es regnete, störte ihn gerade in keinster Weise, im Gegenteil, es erfrischte seinen Körper und seinen Geist. Es war heute ein anstrengender Tag gewesen, auch wenn er seine Praxis am letzten Wochentag, so wie es heute war, immer nur bis Mittag geöffnet hatte. Allerdings kamen zum Freitag oft eher die alten Leute, die scheinbar Angst hatten, über das Wochenende zu sterben oder schwer erkranken zu können. Das fing bei alten Frauen an, die meinten auf einmal ein komisches Gefühl in der Brust zu haben und hörte bei alten Männern mit plötzlichen Gelenkschmerzen auf. Freitage hasste er daher immer am meisten.

Die Hände tief in seine Hosentaschen vergraben, setzte sich der 24-Jährige auf eine der Bänke, die immer wieder im Wald, am Rand der Wanderpfade zu finden waren. Mit genüsslicher Vorfreude zog er eine Schachtel Zigaretten und ein Feuerzeug hervor. Als Arzt gewiss nicht sonderlich vorbildlich, aber meist gönnte er sich nur ein bis zwei Zigaretten am Tag, einfach zum Entspannen nach der Arbeit. Er hatte sich das angewöhnt und der Mensch war nun mal ein Gewohnheitsmensch. Dennoch war er nicht nikotinsüchtig, viel mehr war es wie ein Ritual, das verlangte, getätigt zu werden.

Mit einem tiefen Zug sog der junge Arzt den Rauch in seine Lunge und blies ihn langsam wieder aus.

Er spürte, wie sich die Nässe der doch schon etwas älteren Bank von unten in seine Hose fraß, doch auch das störte ihn nicht. Er hatte immerhin auch nicht vor, gleich wieder nach Hause zu gehen, also würden seine Sachen entweder bald wieder trocken sein, oder aber gar nicht mehr auffallen, weil er so durchnässt war. Einen Regenschirm hatte er sich nicht mitgenommen, warum auch? Er hatte Wetter wie dieses heute schon immer geliebt. Es befreite ihn einfach, wusch quasi den ganzen Stress von ihm. Außerdem war es nicht sonderlich kalt, weswegen er auch nicht so schnell krank werden würde.

Bill seufzte und lehnte sich gegen die leise knackende Rückenlehne der Bank. Er schloss die Augen für einen Moment und ließ seinen Blick schweifen. Hier könnte man ruhig auch wieder einmal ein bisschen aufräumen. Das Laub vom letzten Winter, der nun doch schon eine Weile her war, lag immer noch auf dem Gehweg… Seine Gedanken ließen ihn leise auflachen. Er und sein Ordnungsfimmel. Okay, so schlimm war es dann auch wieder nicht. Bill legte einfach nur einen sehr großen Wert auf Ordnung, wobei er natürlich nicht den ganzen Tag von einem Raum zum anderen eilte und jedes Staubkörnchen eliminierte.

Das wäre bei seinem Beruf natürlich auch kaum möglich, weil er teilweise, besonders montags, länger in seiner Praxis blieb, denn da kamen dann wieder die ganzen älteren Patienten, die über das Wochenende halb umgekommen waren, weil Bill zu hatte.

Aber man durfte auch die Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht vergessen, die über das Wochenende genug Zeit hatten, um sich einen Grund für eine Krankschreibung auszudenken. Manche hatten jede Woche etwas anderes…

Amüsiert den Kopf schüttelnd, drückte Bill seine Zigarette an dem Mülleimer aus, der neben der Bank stand, und warf sie dann hinein, ehe er aufstand und weiterging. Er hatte Freitag oft eine Runde, die er immer gleich lief – er mochte halt solche Angewohnheiten. Die Strecke, die er jetzt noch vor sich hatte, würde ihn etwa noch eine halbe Stunde kosten, ideal für ihn. Er fand es toll, dass sein Haus, das er von seinen Eltern geerbt hatte, direkt an einem Wald stand und dennoch auch mitten in der Stadt war. Er war ein Stadtmensch, der auch gerne mal die Natur um sich hatte. Dass dieser riesige Wald mitten in der Stadt erhalten blieb und nicht von großen Betonklötzen niedergewalzt wurde, fand er beachtlich, denn in den meisten Städten war es nicht so.

Abermals schob Bill seine Hände in seine Hosentaschen und lief weiter, während er in der Gegend herumblickte. Manchmal hatte er schon Rehe gesehen und sie dann leise beobachtet.

Mit langsamen Schritten lief er weiter, vernahm bei jedem Absetzen seiner Füße unbewusst das leise Matschgeräusch, was noch einmal deutlicher machte, wie viel Natur es hier mitten in der Großstadt gab. Er fühlte sich hier wohl und würde nie wegziehen, das schwor er sich.

Wobei wahrscheinlich, würde er hier wegziehen, eh der halbe Stadtteil mitwegziehen würde. Er war einer von zwei Ärzten hier und definitiv der, der den besseren Ruf und auch die meisten Kunden hatte. Der andere Arzt, war schon relativ alt und konnte auch ziemlich unfreundlich werden.

Bill hielt inne und legte seinen Kopf in den Nacken. Sein Blick war nach oben in Richtung Baumkronen gerichtet. Der Regen fand ab und an seinen Weg durch das dichte Geäst und plätscherte immer mal wieder auf sein doch recht bleiches Gesicht.

Kurz blieb er so stehen, wischte sich dann das erfrischende Nass aus dem Gesicht und lief weiter. Wenn er nachher dann nach Hause kommen würde, würde er sich eine schöne Badewanne einlassen und sich danach noch einen schönen Tag vorm Fernseher machen. Auch das hatte sich in den letzten Monaten so eingebürgert und er wollte es nicht mehr missen.

Erst jetzt bemerkte er, wie viele Angewohnheiten er doch hatte. Seine Lippen verzogen sich zu einem leichten Grinsen und er lief wieder weiter. Seine Laune war zwar den ganzen Tag schon recht gut gewesen – obwohl Freitag war - , aber diese Umgebung hier schafft es, sie noch etwas in die Höhe zu treiben.

Mit einem Mal blieb Bill allerdings wieder stehen. Sein Gesichtsausdruck wurde ernst und er spitzte die Ohren. Irgendwas hatte seine Aufmerksamkeit erregt.

Kaum ein paar Sekunden später wusste er auch, was es war. Ein lautes Fiepen, welches nach einigen Sekunden regelrecht abgewürgt war, als würde, wäre es ein Mensch, ein anderer die Hand auf den Mund pressen. Aber das war definitiv kein Mensch gewesen, viel mehr klang es wie das Fiepen und Winseln eines Welpen oder Kitten.

Verwirrt blickte Bill sich um und lief dann langsam in die Richtung, aus der das Geräusch wohl gekommen war. Er kam so zwar vom Weg ab und musste sich durch dünnes Gestrüpp kämpfen, aber das war ihm egal. Es kam hier gelegentlich vor, dass Menschen ihre ungeliebten Tiere aussetzten und bei diesem Wetter … nein, da konnte Bill doch keine Tierbabys, die keine Mutter bei sich hatten, hier herumliegen lassen! Es durchquerte zwar seinen Tagesplan, aber sollten das wirklich Welpen oder Kitten gewesen sein, würde er zumindest einen kleinen Abstecher beim Tierheim machen und die Tiere dort vorbei bringen. Sonst krepierten doch so kleine Wesen bei dem Wetter elendig…

„Miez, Miez, Miez, Miez, Miez!“, flüsterte Bill und duckte sich leicht, um besser durch das Dickicht blicken zu können, das Fiepen hatte er allerdings nicht mehr vernehmen können.

Eine große Buche ragte vor ihm heraus, welche mindestens ein paar Meter in die Breite ging. Daneben waren vertrocknete, große Brenneseln, die ihm das Durchqueren dieser nicht sonderlich schmackhaft machte. Als er allerdings für den Bruchteil einer Sekunde noch einmal dieses Fiepen hörte, beschloss er, einen Weg zu finden, um besser dort hinzukommen. Er wollte die Babys nicht verschrecken, was er aber tun würde, wenn er durch das Gestrüpp stampfen würde. Also umrundete er die Büsche und Brenneseln, bis diese lichter wurden und er ohne Probleme durchsteigen konnte, ohne den halben Wald aufzuwecken.

Als er dann sah, was er eben gehört hatte, stockte ihm der Atem.

Da lag ein schwarzer Jaguar, der mit seinem Körper einen Halbkreis bildete, und in diesem Halbkreis lag ein kleines Jaguarbaby, welches ausgiebig von dem großen Tier geputzt wurde.

Immer wieder strich die Zunge des ausgewachsenen Tieres, durch das ebenfalls schwarze Fell des Welpen, welches teilweise komische Flecken aufwies. Ob das Blut war? Als Bill den Blick an dem großen Tier entlang wandern ließ, bestätigte sich sein Verdacht. Der eine Vorderlauf, eines der Ohren, der Schwanz und der Rücken des ausgewachsenen Jaguars, wiesen Blutspuren und Verletzungen auf. Ob das Kleine verletzt war, konnte er allerdings nicht ausmachen.

Langsam machte Bill einen Schritt nach vorn. Da es hier keine Jaguare gab, diese lebten seines Wissens nach nur in Amerika, nahm er an, dass es sich hier um zwei Gestaltenwandler handelte. Gestaltenwandler gab es von vielen Tierrassen, quasi, allerdings wurden sie immer selten, starben schon regelrecht aus, da sie von der normalen Gesellschaft eher ausgeschlossen wurden, und die meisten Tierarten der Gestaltenwandler waren auch von Natur aus eher Einzelgänger. Daher gab es oft keine Nachkommen und somit immer weniger dieser „Menschenrasse“.

Als Bill seinen Fuß aufsetzte, spitzten sich sofort die Ohren des ausgewachsenen Jaguars. Sein Kopf schnellte herum, bis er den jungen Arzt erblickte. Augenblicklich bleckte er seine Zähne, fauchte leise und legte seine Ohren drohend an.

„Schhh, hey, ich tu euch nichts, ich will doch nur mal gucken… Ich bin Arzt, ich will euch helfen, ja?''

Das Baby zitterte, als Bill hinsah, allerdings gewiss nicht aus Angst, sondern… Es sah krank aus. Es zitterte nicht nur, es wirkte auch schwach, obwohl es kaum Verletzungen zu haben schien. Ein wenig Blut klebte an seiner Nase und an seiner Pfote, wobei Bill sich nicht sicher war, ob dieses wieder von dem anderen Jaguar kam. Auf jeden Fall war das Kleine schwach und krank und brauchte Hilfe.

Der große Jaguar ließ sich allerdings in keinster Weise von Bills Worten beeindrucken und legte seine Ohren nur noch mehr an. Die Lefzen nach oben gezogen, konnte Bill gut die scharfen Zähne erblicken, welche von einem leichten, rötlichen Schimmer bedeckt waren.

„Hey, komm, ich tu euch wirklich nichts. Schau dir den Kleinen an, er ist krank und braucht Hilfe!“

Festentschlossen und mit zusammengebissenen Zähnen machte Bill drei große Schritte nach vorn, sodass er direkt neben den beiden Tieren stand, aber das große Tier hob seine Pfote und holte mit den scharfen Krallen aus. Zischend trat der 24-Jährige rasch wieder zurück und sah nach unten auf seine Wade, wo seine Hose nun kaputt gerissen war und ein kleines Rinnsal an Blut hervorquoll. Als Arzt war er gewiss nicht zimperlich, auch wenn er sich ärgerte, dass der große Gestaltenwandler so unvernünftig war.

„Jetzt lass mich an den Kleinen ran! Wenn du ihm nicht helfen kannst, okay, aber ich kann es sicher, ich bin Arzt, verdammt! Es ist frisch, es regnet und der oder die Kleine ist krank!“

Das Einzige, was Bill erhielt, war ein gefährliches Knurren.

„Willst du, dass es stirbt?“, versetzte er seiner letzten Aussage Nachdruck. Das kleine Tier gab wieder einen gequälten Laut von sich, was die Aufmerksamkeit des größeren für den Bruchteil einer Sekunde auf sich zog.

„Komm schon, ich tu keinem was, ich will euch nur helfen. Und selbst, wenn ich euch etwas tun wollte, womit denn bitte? Schau mich an, ich könnte euch nicht einmal irgendwas tun, weil ich nicht einmal wüsste, womit. Und du bist wesentlich stärker als ich. Überleg doch mal!“ Bills Stimme hatte einen strengen Unterton. Sein Blick wanderte immer wieder zu dem Jungtier, das seine Schnauze immer wieder in den Blättern versteckte. Bill wusste genau, dass hier schnelles Handeln gefragt war. Lange würde das Kleine sicher nicht mehr durchhalten. Und auch, wenn er kein Tierarzt war, wusste er, er konnte helfen. Gestaltenwandler waren ja trotzdem auch eine Menschenart und mit eben diesen kannte er sich aus.

Ein leises Knurren war zu hören und der große Jaguar rückte um wenige Millimeter auf die Seite, wollte Bill anscheinend signalisieren, dass er sich nähern durfte, was dieser auch sofort, wenn auch langsam, tat. Vorsichtig kniete er sich neben das Jungtier und tastete es vorsichtig ab. Immer wieder bekam er ein Fiepen zu hören, was jedes Mal gleichzeitig mit einem warnenden Knurren begleitet wurde.

„Sein Körper ist unterkühlt von dem nassen Untergrund, auf dem es liegt, und seine Stirn glüht. Komm, wir müssen es in meine Praxis bringen. Ich muss es schnell behandeln, sonst stirbt es!“

Ein lautes Fauchen ertönte, als Bill das kleine auf den Arm nahm und sich erheben wollte. Sofort rappelte das ausgewachsene Tier sich halb auf und blickte den jungen Arzt wütend an.

„Es wäre verantwortungslos, es mit dir hier zu lassen! Ich werde dem Kleinen nichts tun, das sagte ich dir bereits, aber… er oder sie muss behandelt werden! Es ist mager, es ist schwach, es ist krank und hat Fieber, willst du wirklich, dass es stirbt? Du darfst gerne mitkommen, damit du siehst, dass ich dem Kleinen nichts Böses tu, und…'' Bill hockte sich wieder hin, was das noch immer knurrende Tier sich ebenfalls wieder auf den Boden sinken ließ.

„Du musst auch versorgt werden!“, setzte der 24-Jährige fort und strich mit seiner freien Hand über das verletzte Ohr. Sofort fauchte die Raubkatze wieder auf und schlug mit einem kräftigen Wink seines Kopfes die helfende Hand weg.

Langsam mit der Geduld und den Nerven, ob der Verantwortungslosigkeit des erwachsenen Tieres, am Ende, stellte Bill sich wieder hin und blickte streng auf den Gestaltenwandler herunter.

„Ich bringe das Kleine jetzt zu mir. In meinem Haus ist auch meine Praxis... entweder du kommst mit oder nicht, mir egal!“

Mit energischer Entschlossenheit wandte sich Bill ab, das zitternde Kleine noch immer im Arm haltend, und ging wieder davon.

Lautes Knurren und Fauchen ertönte hinter ihm, es schwang regelrechte Panik in der „Stimme“ des großen Jaguars mit. Dann wurde es kurz still, ehe lautes Rascheln und hastige Schritte ertönten. Keuchend kam der Jaguar bei dem jungen Mann an und lief neben ihm her, während auch er oder sie, immer wieder ein leises Fiepen von sich gab. Bill hatte vorhin den Dorn oder Ast oder was es war in seiner oder ihrer Pfote gesehen, aber der Gestaltenwandler war selber schuld, er hatte ihn ja nicht einmal anfassen dürfen.

Zu Bills Überraschung kamen keine Angriffe mehr von dem Tier, das, wenn auch nicht ganz glücklich damit, neben ihm her humpelte. Anscheinend hatte es eingesehen, dass es keinen Sinn machte, sich zu weigern. Außerdem meinte Bill es ja wirklich nur gut und wollte helfen. Ob das kleine Tier auf seinem Arm vielleicht das Junge des Größeren war? Wäre doch möglich, immerhin verteidigten die Mütter ihre Jungen doch immer so…

Bill legte einen Zahn zu und drückte somit kaum zehn Minuten später seine Gartentür auf, durch die er vorhin auch in den Wald gegangen war.

„So, hier sind wir also… Kannst du dich… bitte hier draußen noch abschütteln, damit drinnen nicht alles nass ist dann?“, konnte es sich Bill nicht verkneifen, als er gerade dabei war, seinen Haustürschlüssel aus seiner Hosentasche zu fischen und die Hintertüre aufzuschließen. Etwas widerwillig tat das große Tier auch das und schlüpfte dann schnell hinter Bill her ins Haus. Es jaulte leise auf. Bill vermutete, dass es den Geruch des ganzen Desinfektionsmittels nicht gerade toll fand. Er selbst nahm das wiederum schon gar nicht mehr richtig wahr.

Auf dem Weg in sein Behandlungszimmer überlegte er schon fieberhaft seine nächsten Schritte. Zuallererst würde er dem Jungtier etwas gegen sein Fieber geben und die Wunden versorgen…

Und dann...

Bill machte kehrt. Das Kleine war ein Baby, das geschwächt war, direkt in der Praxis waren zu starke Gerüche, welche es wahrscheinlich nur noch irritieren und anstrengend würde, zumal Bill nicht wusste, was es hatte - er wollte nicht irgendwas höchst Infektiöses oder so in der Praxis herumschleppen, auch wenn er diese natürlich sauber hielt. Also ging er mit dem Jaguarbaby im Arm nach oben in die erste Etage, wo quasi seine Wohnung begann. Allerdings hatte das Ganze eher einen amerikanischen Loft Stil, wobei im Dachgeschoss dann noch diverse andere Räume waren. Das war dann aber eher für Gäste – aber gewiss nicht für Tiergäste! Vor allem würde der gleiche da auch nicht die Treppen hochkommen oder so... Nach unten in die Praxis ging es nur durch eine Wohnungstür, da konnte er oder sie nicht einfach runter, aber an der zweiten Treppe war da nichts, da ging es offen in den Flur...

Hastig legte Bill das Baby auf eine Decke auf seinem Sofa und sagte dem großen Jaguar, er sollte kurz aufpassen und warten, ehe er wieder nach unten rannte und sich einen Arztkoffer schnappte.

Ebenso hastig rannte er mit dem Koffer, dann wieder nach oben. Als er die beiden Gestaltenwandler erblickte, musste er lächeln. Der große Jaguar hatte sich vor den Kleine gesetzt und leckte es liebevoll und führsorglich ab.