Fortschritt: 100%
Sunrise Avenue
Wie weit würde man gehen um sein Ziel zu erreichen? Wie sehr würde man sich selbst verletzen? Und wie lange braucht es, bis man denjenigen gefunden hat der einen davor bewahrt das man sich selbst zerstört. Alex ist 16 Jahre alt als sie das wohl behütete zu Hause verlässt und sich auf den Weg in ein neues Leben macht. Sie hofft auf diesem Weg ihr Glück zu finden, da sie dieses nie in ihrer Familie und deren eingeschränkten Ansichten gefunden hat. Doch wie weit wird sie gehen um sich ihren Traum zu erfüllen?!

Inhaltsverzeichnis Einklappen

  1. Prolog
  2. Freiheit
  3. Disco
  4. Zukunftspläne
  5. Agentur
  6. Neue Bekanntschaft
  7. Der nächste Morgen
  8. Fratzen
  9. Gefangen
  10. New York....New York
  11. >Line<
  12. Elfe
  13. Krankenhaus
  14. Allein
  15. Verkauft
  16. Abgrund
  17. Heimat
  18. Zu Haus
  19. Hilfe
  20. Klinik
  21. Prasselnder Regen
  22. Spuren
  23. Überraschender Besuch
  24. Das einsame Haus
  25. Aussprache
  26. Offenbarung
  27. Rikus Leben
  28. An deiner Seite
  29. Leere
  30. Zukunft
  31. Freak
  32. Finnland
  33. Helsinki
  34. Konzert
  35. Familienportrait
  36. Ertrinken
  37. Verdrängte Erinnerung
  38. 3 Blickwinkel
  39. wispern
  40. Zwischenwelt
  41. Mücke oder Elefant
  42. Stillstand
  43. Samu vs. Riku
  44. Verbannung
  45. Antwort
  46. Angekommen
  47. Epilog

Prolog

„Du bleibst sofort stehen!“
Ich wirble herum, meine Harre fliegen durch die Luft als würden sie, sie teilen wollen. Meine Augen sprühen funken und voller Zorn knirsche ich mit meinen Zähnen.
„Du hast mir nichts zu sagen, ich bin nicht dein Eigentum!“
Sie schnappt nach Luft und ringt um Fassung, ihr Körper verkrampft sich unter der Last meiner Worte.
„Ich bin deine Mutter!“
Stößt sie verärgert hervor aber in ihren Augen kann ich die Angst sehen, die Angst die wohl jede Mutter hat wenn ihr eigen Fleisch und Blut sich gegen einen wendet.
„Ja du bist meine Mutter, du hast mich auf diese Welt gebracht aber das gibt dir nicht das Recht mich als eine Spielfigur in deinem lausigen Spiel zu betrachten. Du kannst mich nicht hin und her schieben wie es dir gerade passt!“
Ich öffne die Tür, meine voll gepackte Tasche hängt an meiner gestrafften Schulter hinab.
Meine Mutter reckt ihr Kinn, versucht ihren Stolz und ihre Beherrschung wieder zu finden, dreht sich auf ihren Absätzen herum und geht erhobenen Hauptes aus der Empfangshalle.

Mein Blick gleitet über den glänzenden Mamorboden, über die wertvollen Bilder die an den Wänden hängen, hinüber zu der großen steinernden Treppe die hinauf in die nächste Etage führt. In meinen Gedanken schüttle ich meinen Kopf, trete hinaus und schließe die große Tür hinter mir die mit einem leisen klacken ins Schloss fällt.

Hinter mir lasse ich ein imposantes Haus in dem ich aufgewachsen bin, die letzten 16 Jahre, an dem so viele Erinnerungen hängen. Jeder Stein, jede Stufe und jede Diele erzählen eine Geschichte und dennoch hatte ich immer das Gefühl von Einsamkeit, als wäre ich nicht an dem Ort wo ich sein sollte.
Der Kies von der langen gewundenen Einfahrt knirscht unter meinen Schuhen, unter jedem Schritt den ich gehe. Es weht kein einziges Lüftchen, als würde die Welt den Atem anhalten und gespannt darauf lauern was als nächstes geschieht.

Ich schiebe meine Kopfhörer über die Ohren, drücke die Playtaste von meinem Ipod und setze beschwingt, voller Vorfreude meinen Weg fort.
Mein Weg in ein neues Leben.