"The Cheshire Cat"

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Itchy Poopzkid
Es ist... anders. Und doch wieder genau gleich, wie alle anderen Geschichten auch. Deshalb habe ich mir gedacht: Warum nicht? Und schreibe tatsächlich eine Geschichte über die dümmste Punkrockband der Welt, aber (und jetzt kommt das dicke, fette aber) aber aus der Sicht der dümmsten Punkrockband... der Welt. Leider sind sie dumm. Tja, nicht mein Problem. Hier sind sie schlau, auf jeden Fall.

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  1. "Jet Set Ready"
  2. "It´s Hard To Know"
  3. "Move Your Car"
  4. "Last One To Die"
  5. "Time To Waste"

"Jet Set Ready"

Irgendein schlauer Mensch hatte einmal gesagt: Auf Tour verliert man sein Niveau.
Dieser Satz ist so vollkommen wahr, dass man dazu gar nichts mehr sagen braucht. Außer vielleicht, dass ausgerechnet der Niveauloseste der Band Itchy Poopzkid auf die Idee gekommen ist, genau dieses verlorene Niveau wieder zu holen, für Ruhe und Kraft vor einem Auftritt zu sorgen und sich um ein ausgeglichenes Bandklima zu kümmern.
Ich.
Also habe ich kurzerhand für meine Bandmitglieder beschlossen, dass wir mit einem kleinen Teil der Crew heute einen Ausflug machen werden. Nicht lange, schließlich müssen wir pünktlich zum Soundcheck wieder zurück sein, aber das war auch schon die einzige Vorgabe, an die wir uns halten sollten.
Leider war der Rest meiner Band nach Unterbreitung dieses Wahnsinns-Vorschlags nicht so begeistert wie ich dachte, eigentlich hatten sie sogar vorgehabt, mich zu knebeln, zu fesseln, in ein Bierbad zu legen und mich mit billigen Pornofilmen und guter Musik wieder zu Vernunft zu bekommen, schließlich war der niveaulose Sibbi besser als der schlaue Ich-hab-Abitur-und-weiß-was-gut-für-euch-ist Sibbi.
Zum Glück habe ich meine Crew bestochen, weil ich gesagt habe, ich bezahle sie aus und die anderen beiden Idioten nicht, daher folgten sie mir brav wie Hunde und ketteten Panzer und Max fest, damit sie auch brav mitkommen.
„Leute, wir sind jetzt eine Familie!“
„Halt die Fresse.“
„Wir haben uns lieb.“
„Ich hasse dich.“
„Und genießen zusammen die schöne Zeit.“
„Ich will deine verdammte Visage nicht mehr sehen.“
Okay, Panzer scheint wirklich ziemlich sauer zu sein, dabei habe ich ihn doch sogar gerettet. Seitdem er mit dieser Lisa zusammen ist, muss er den ganzen Tag telefonieren und das ist nicht gut für ihn, ich weiß das. Er weiß es wahrscheinlich nicht, aber dafür hat man ja mich, damit ich ihn aufklären kann.
Single sein ist herrlich, vor allem wenn man, wie ich, es schon seit einem Jahr ist. Wie toll! Scheiß Liebe. Ist doof. Gibt es sowieso nicht. Panzer wird das schon noch einsehen müssen.
„Guck mal, da gibt es sogar Tiere, die darfst du auch streicheln! Na, ist doch toll, oder?“
Dazu sagt er jetzt gar nichts mehr, sondern schaut mich nur böse an. Zum Glück habe ich ja die Crew auf meiner Seite und auch Max, unseren neuen Schlagzeuger, Ex-Crewmitglied (deshalb steht er auch unter dem Bann es gut finden zu müssen) findet es gut. Begeistert lässt er seine Hand über den Zaun hängen und krault eine Ziege liebevoll hinter dem Ohr.
„Schau mal, du darfst sogar füttern.“
Ich halte Panzer auffordernd eine Futtertüte hin, damit er endlich mal auftaut und sieht, wie toll das doch ist! Und alles ohne irgendwelche nervigen weiblichen Personen. So.
Er schaut mich immer noch ziemlich genervt an, dann scheint aber die Stimme der Vernunft zu siegen (also ich) und er nimmt die Futtertüte und wirft der Ziege lustlos ein paar Körner hin. Die findet es aber viel toller an Max Fingerchen zu lutschen, der das auch alles noch ziemlich witzig findet.
„Hehe, Guck mal die Ziege lutscht an meiner Finger... AU!“
Erschrocken zieht er den Finger hoch, aber es ist schon zu spät. Ein klaffender Schnitt, er blutet sogar!
Das wäre ja alles nicht so schlimm gewesen, wäre es ein normaler Finger an einem normalen Menschen gewesen, aber das ist der Schlagzeugstick-Finger an einem Schlagzeuger!
„Das haste jetzt davon Sibbi!“, schnauzt Panzer sofort los und Max sieht aus, als wolle er gleich heulen.
„Das... ich brauch ein Pflaster, ganz schnell, ich verblute!“
„Ach quatsch, das ist ein kleiner Kratzer...“
„Sibbi, ich verblute!“
Er übertreibt mal wieder maßlos, das ist ja klar, nur weil Panzer ihn bestimmt verraten hat, dass er ja doch zur Band gehört und gar nicht mehr zu Crew. Manchmal vergaß das Max (praktischerweise) und ich nutze das natürlich schamlos aus, wenn es ums Bus-Einräumen oder Tierpark-Besuche ging.
„Naja okay, hole dir halt ein Pflaster. Beim Eingang hat bestimmt jemand eins.“
Er sieht mich sehr geschockt an, dann hält er mir den blutenden Finger vor die Nase.
„Und was, wenn ich ohnmächtig werde, wegen zu hohen Blutverlusts? Du holst mir jetzt eins.“
„Ja, Sibbi, hol unserem Mäxchen ein Pflaster.“, mischt sich natürlich sofort wieder Panzer ein, ach, auf einmal kann der Herr auch noch lachen! Ich finde das ziemlich dumm, aber na gut, dann würde ich eben ein Pflaster holen.
„Na schön. Komme gleich wieder...“, knurre ich und schlendere langsam zurück Richtung Eingang, genieße die schöne Aussicht und die unglaubliche Ruhe, verbunden mit einer reinen, frischen Brise Luft. Ohne stinkende und maulende Bandmitglieder und Ex-Crew-Leute.
Der sollte sich mal nicht so anstellen! Die würden die Situation wahrscheinlich ausnutzen und sich ein Eis kaufen, an dem Kiosk da vorne, nur, weil ich es ihnen vorhin verboten hatte! Eis gab es erst, wenn die Runde gelaufen war. So. Habe ich halt eben beschlossen.
„Hallo?“, rufe ich mal in das Kassenhäusschen herein, aber es ist nicht besetzt. Achso, habe ich ganz vergessen, zu erwähnen:
Es regnet.
Eventuell könnte das ein Grund sein, weshalb die alle so schlecht gelaunt sind, aber die sollen sich mal nicht so anstellen, ist ja nur Wasser und okay, im Club wären sie trocken, aber dann müssten sie den ganzen Tag herumsitzen und vorm PC surfen. Da ist doch Laufen im Regen viel schöner!
Außerdem haben wir den grandiosen Vorteil, dass hier nicht so viele Leute sind. An einem sonnigen Tag ist hier wahrscheinlich die Bombe los.
Etwas ratlos stehe ich nun in der Gegend herum, bis ich eine Wirtschaft entdecke. Oha, die bieten hier sogar noch Essen an? Ich bin hellauf begeistert und küre den Park heimlich zum geilsten Platz der Welt. Hier würden meine Kinder mal groß werden. Käfige gibt es auch, wie praktisch und Futter von den Besuchern... da würden sie gleich mal lernen, dass man auch etwas für sein Essen tun muss. Kunststücke oder so.
Achso, ich werde ja nie Kinder bekommen, weil es einfach keine weibliche Person auf dieser Erde gibt, die gut genug für mich ist. Leider die knallharte Wahrheit.
Deshalb bin ich ja auch single und genieße es so sehr.
Aber zurück zur Wirtschaft.
Glücklich stoße ich die Tür auf und sehe mich neugierig um. Aha, hier waren die Toiletten, da hätte der Toni vorhin ja gar nicht hinter die Büsche pinkeln müssen. Naja, wenigstens regnet es, da fällt es gar nicht so auf.
Entschlossen laufe ich vor zur Theke. Alkohol! Die haben hier ALKOHOL! Ich werde verrückt.
„Was hätten sie den gerne?“, schien mich jemand zu fragen, aber ich war damit beschäftigt, mir meine Zukunft hier auszumalen. Die Kinder, die ich adoptieren würde, würden von den Tieren großgezogen werden und ich würde hier drin sitzen und der trinkende Penner werden, der erschöpften Eltern ihre Kinder abnehmen würde. Ha. Und reich würde ich werden... so reich...
„Ähm.. Hallo?“
Blinzelnd kehre ich zurück zur Realität und drehe den Kopf, will die Person gerade anmaulen, aber da bleibt mir das Wort im Hals stecken.
Sie ist wunder, wunder, wunder, wunder, wunderschön.
Sie ist perfekt. Die Eine. Und ich habe sie zurerst gesehen, vor Panzer, vor allen anderen habe ich DIE Traumfrau entdeckt!
Und Traumfrau im wahrsten Sinne des Wortes: Sie ist nicht zu klein, aber kleiner als ich, perfekte Größe, neben mir würde sie noch schöner aussehen. Blaue Augen, in der schwarzen, engen Hosen stecken zwei lange, perfekte Beine, ein enges, weißes T-Shirt betont ihre perfekte Figur und ihre perfekten Brüste. Sorry, bin ein Mann, da muss ich das auch mit in meinen Argumentationsaufsatz einfließen lassen. Und dann hat sie ein so hübsches Gesicht! Diese großen, blauen Augen! Und rote, lange Haare, die zu einem Pferdeschwanz gebunden sind. Außerdem, das wusste ich sofort, mag sie Musik, sie trägt ein Plec an der Kette um den Hals, mehrere Festivalbändchen und ihre Schuhe waren sowas von zerissene Chucks, da wundert man sich, dass die überhaupt noch zusammen halten.
„Alles in Ordnung bei Ihnen?“, fragt sie und da wurde ich mir schmerzhaft bewusst, dass ich sie die ganze Zeit mit offenen Mund angestarrt hatte.
„Entschuldigung, ich war gerade geblendet von deiner Schönheit.“
„Äh.. Ja. Was darfs denn sein?“
Bestimmt hält sie mich für den größten Idioten der Welt, aber sie muss doch sehen, dass auch ich ihr Traummann bin! Oder hat sie etwa schon einen Freund? Der ist ein Idiot, Hunderprozent, da bin ich mir ganz sicher. Hier bin ich! Und scheiße, ich merkte gerade auf unangenehme Art und Weise, dass ich schon so länger keinen Sex mehr hatte... Hier bin ich, verdammt!
„Ähm, Pflaster.“
„Wie Bitte?“
„Mein Freund wurde von einer Ziege gebissen und verblutet wahrscheinlich gerade.“
Sie wird bleich.
„Warum haben sie das denn nicht früher gesagt? Wie schlimm denn? Soll ich einen Krankenwagen rufen?“
„Ach nein, der führt sich nur auf, dass ist nur ein kleiner Kratzer...“, ich bin eben hart ihm nehmen. Bestimmt imponiert sie das. Ein harter Kerl, der gut aussieht... HIER BIN ICH!
„Aber er will unbedingt ein Pflaster.“
„Soll ich mitkommen und mir die Wunde mal ansehen?“, fragt sie besorgt. Mitkommen? Mit mir? Unbedingt! Aber die anderen dürfen sie nicht sehen... erst muss ich ihr klar machen, dass ich der Tollste bin, sie muss sich in mich verlieben und dann dürfen auch die anderen sie bestaunen. Aber erst dann.
„Nein, Nein, ich brauche nur ein Pflaster.“
„Okay...“, sagt sie nur, holt einen Verbandskasten heraus und schneidet ein großzügiges Stück Pflaster ab.
„Und ich nehm noch ein Snickers.“, eigentlich habe ich gar keinen Hunger, aber verdammt, ich muss auch noch die Rückseite von ihr bestaunen und die Süßigkeiten liegen praktischerweise so, dass sie sich umdrehen muss.
„Klar.“, jetzt lächelt sie leicht. Und dreht sich um.
Ich glotze so auf ihren perfekten Hintern, dass ich gar nicht merke, dass sie sich wieder umgedreht hat und das ist mir dann doch ein bisschen peinlich, vor allem, weil sie mich etwas komisch anschaut.
„80 Cent.“
Ich lege ihr ein Euro auf die Platte, meine „Stimmt So.“, lächele mein verführerisches Lächeln und verschwinde, wobei ich fast das Pflaster vergesse.
Ich wusste doch, dieser Ausflug wird der Hammer.








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Beschwerden, warum jetzt SCHON wieder und IH KANN DIE NICHT MAL ABHAUEN? DIE STINKT oder so ähnliches bitte an die Nervensäge...
Hab vergessen wie die wirklich heißt.
Ne, kleiner Scherz. Nervensäge Mimi. Die Geschichte kursiert hier irgendwo..., aber ich verrate euch nicht WO und jetzt ist sie halt auch hier, also los ZERFLEISCHT SIE LOS LOS LOS!

Sie allein ist schuld. Und mit diesen Worten und dem versteckten Auftrag (siehe oben) (Stichwort zerfleischen) entlasse ich euch.