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Er ist ein Star - holt ihn hier raus!
Die angehende Abiturientin Isabelle hat die Schnauze gestrichen voll von Männern. Doch durch einen Trick schafft es ausgerechnet Bastian Schweinsteiger, das freie Zimmer in ihrer WG zu bekommen. Wenigstens kann sie sich in den nicht verlieben, denn diesen eingebildeten Chaoten kann Isa auf den Tod nicht ausstehen. Glaubt sie zumindest … (Humor/Romanze/Drama)
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Abschied„Sollen wir nicht doch lieber mal nach ihr schauen?“ Unschlüssig blickte Louisa zur Tür. Sie hockten bereits seit einer geschlagenen halben Stunde tatenlos im Wohnzimmer und warteten darauf, dass ihre Freundin bei ihnen auftauchte. Aber anscheinend hatte Bastis Karton ganz ordentlich was ausgelöst. Jedenfalls war von Isabelle keine Spur. „Nee, lass mal lieber“, meinte Sara zögernd. „Sie wird schon kommen, wenn sie uns braucht. Wir sollten ihr Zeit lassen.“ „Sehe ich auch so“, stimmte Tamina zu, obwohl ihr die Ungeduld genauso ins Gesicht geschrieben stand wie den drei anderen. „Wir dürfen sie auf keinen Fall drängen.“ Kaum hatte sie ausgesprochen, hörten sie eine Tür zufallen und Schritte tapsten über den Flur. Wenige Sekunden später trat Isabelle ins Zimmer und ließ sich wortlos in ihren Lieblingssessel fallen. Vier hilflose Augenpaare starrten ihr ins verheulte Gesicht. Das sah aber gar nicht gut aus! „Er hat mir einen Brief geschrieben.“ Geräuschvoll putzte Isabelle sich die Nase. „Ich kann ihm kaum noch böse sein … es ist verrückt, aber die ganze Wut ist plötzlich weg … und trotzdem weiß ich, dass es so nicht funktionieren kann mit uns. Einer von uns wird total verletzt und zerbrochen auf der Strecke bleiben und das wünsche ich weder mir noch ihm …“ Stummer Blickwechsel zwischen ihren Freundinnen. Dann kam Sara zu ihr herüber und zog sie tröstend in ihre Arme. Es war das Einzige, was sie für Isabelle tun konnte, denn es fehlten ihr die richtigen Worte. Und lieber schwieg sie, als etwas Falsches zu sagen und damit alles kaputt zu machen. Deborah hingegen fand genau die passenden Worte. „Du triffst schon die richtige Entscheidung, Isa, ganz bestimmt. Hör auf dein Herz, denn das irrt sich nicht. Und wenn es dir sagt, dass ein Ende mit Schrecken besser ist als ein Schrecken ohne Ende, dann folge diesem Weg.“ „Wir werden ihn mit dir gehen“, fügte Louisa sanft hinzu. Isabelle wischte sich die Tränenspuren aus dem rot geschwollenen Gesicht. „Danke. Ich weiß, ihr seid immer für mich da. Und ich werde es so machen. Für mich … und für Basti.“ „Und für das-“ „Wir sind fertig“, fiel eine Stimme von der Tür her Tamina ins Wort. Erschrocken fuhren die Mädels zu Lukas herum und besonders Tamina wurde innerhalb von Sekunden kreideweiß. Nicht auszudenken, wenn sie ihren Satz zu Ende gesprochen hätte! Eigentlich hatte sie Isabelle fragen wollen, ob es auch für das ungeborene Kind die beste Lösung darstellte, die Beziehung zu beenden – wobei es für diese Frage ja ein wenig spät war, denn schließlich war die Beziehung bereits beendet. Aber konnte man Bastian wirklich seine Vaterschaft vorenthalten?! „Okay“, sagte Isabelle und nickte dem Stürmer vage zu. „Dann macht’s gut.“ Lukas schien einen Augenblick zu zögern, dann stieß er einen hörbaren Seufzer aus und verschwand. Kaum war er außer Sichtweite, sprang Isabelle auf und begann nervös auf und ab zu tigern. Tamina gab sich einen Ruck. „Willst du es ihm echt nicht sagen?“, sprach sie die ultimative Frage direkt aus. Isabelle musste nicht nachhaken, was sie damit meinte. Was für Möglichkeiten blieben da schon! Und sie gab sich erst gar keine Zeit zum Nachdenken, denn das hätte es auch nicht besser gemacht. „Nein“, antwortete sie schlicht. „Es ist besser so. Für alle.“ Dann ging sie zur Tür und trat in den Flur hinaus. Die Wohnungstür stand sperrangelweit offen und Lukas entschwand gerade mit einer großen Kiste ins Treppenhaus. Also doch noch nicht fertig, oder wie sollte sie das verstehen? „Lukas hat die letzte Kiste. Können wir dann?“, hörte sie plötzlich Philipps Stimme. Aha, also doch. Und noch ehe Isabelle reagieren konnte, erschien der kleine Verteidiger im Gang und, wie sollte es anders sein, hinter ihm schob sich Bastian aus seinem ehemaligen Zimmer. Sie schluckte. Am liebsten hätte sie die Flucht ergriffen. Aber das war lächerlich. Und eine Verabschiedung hatte Basti doch verdient – nach diesem unglaublichen Brief sowieso. „Seid ihr fertig?“, fragte sie mit einer Stimme, die ihr kaum gehorchen wollte, und machte ein paar zögerliche Schritte auf ihren Exfreund zu. Der warf Philipp einen raschen Blick zu, woraufhin dieser sich augenblicklich verkrümelte, und dann standen sie alleine im Flur, beide mit heftig klopfendem Herzen und unruhig von einem Fuß auf den anderen tretend. „Ja … das sind wir wohl. Fertig“, brach es schließlich aus Basti hervor und in seinen Augen brannte der Schmerz. In diesem Moment zweifelte Isabelle nicht daran, dass er sie wirklich liebte, und diese Gewissheit nahm ihr beinahe den Atem. „Danke für den Brief“, sagte sie leise und sah ihn mit festem Blick an. „Ich liebe dich auch, das weißt du. Aber es geht nicht.“ „Ich weiß“, flüsterte er erstickt. „Wir würden daran zerbrechen. Beide.“ Sie nickte und dachte an das Kind, von dem er nichts wusste und, wenn es nach ihr ging, auch nie etwas erfahren würde. Das Kind, dachte sie, würde ganz besonders darunter leiden. Das konnte sie nicht verantworten. Nein, es war die beste Lösung, wenn sie getrennte Wege gingen und ihr eigenes Glück suchten. So weh es auch tat. „Darf ich … dich noch mal umarmen?“ Beinahe scheu blickte er sie an. Sie zögerte, dann nickte sie und ließ es zu, dass er sie heftig an sich zog. Wie sie so in seinen Armen lag, sich geborgen und beschützt fühlend, hätte sie fast doch noch einen Rückzieher gemacht. Ein paar vereinzelte Tränen fanden den Weg aus ihren Augen und saugten sich in Bastis T-Shirt fest. Sie musste diese Situation beenden, ehe sie völlig die Fassung verlor! „Basti … bitte, geh“, hauchte sie und machte sich von ihm los. Er sah sie an und sie konnte es kaum glauben, dass sich so viele Emotionen in einem einzigen Blick widerspiegeln konnten. „Geh“, wiederholte sie, von einer Welle der Gefühle überrollt und mitgerissen. Mittlerweile sprudelten ihre Tränen ohne Unterlass und auch Bastis Augen schimmerten feucht. „Leb wohl, Isa“, raunte er schmerzvoll. Dann drehte er sich um und ging, ohne sich noch einmal zu ihr umzudrehen, aus der Wohnung hinaus. Und ließ sie und ihr gemeinsames Leben hinter sich. _______________________________________________________ Dankeschön für die vielen tollen Reviews in letzter Zeit! Das hier war das vorletzte Kapitel und ich würde mich freuen, wenn ihr zum letzten auch wieder reinschauen würdet. ;-) |
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