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Er ist ein Star - holt ihn hier raus!
Die angehende Abiturientin Isabelle hat die Schnauze gestrichen voll von Männern. Doch durch einen Trick schafft es ausgerechnet Bastian Schweinsteiger, das freie Zimmer in ihrer WG zu bekommen. Wenigstens kann sie sich in den nicht verlieben, denn diesen eingebildeten Chaoten kann Isa auf den Tod nicht ausstehen. Glaubt sie zumindest … (Humor/Romanze/Drama)
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Geheimniskrämerei„Du siehst glücklich aus“, stellte Sara fest und sah ihrer besten Freundin direkt in die Augen. „Was ist passiert, Isa?“ Isabelle zuckte die Achseln. „Was soll denn passiert sein?“, gab sie gespielt ahnungslos zurück und nahm sich einen Keks aus der Schale, die zwischen ihnen auf dem Tisch stand. Nach kurzem Überlegen beförderte sie ihn wieder zurück und nippte stattdessen an ihrem Tee. „Komm, jetzt tu doch nicht so. Das Strahlen in deinen Augen kannst du einfach nicht unterdrücken; egal, wie sehr du es versuchst. Und seit wann lässt du diese gigantisch leckeren Kekse liegen und trinkst Tee statt Kakao?“, bohrte Sara hartnäckig nach. „Es ist nichts“, beharrte Isabelle und fühlte sich bei dieser Lüge alles andere als wohl. Aber was sollte sie machen; sie hatte sich mit Bastian darauf geeinigt, ihre Beziehung zunächst selbst vor den besten Freunden geheim zu halten und da bildete Sara keine Ausnahme. Mal ganz abgesehen davon, dass Isabelle beim besten Willen nicht wusste, wie sie ausgerechnet dem von Basti so verletzten Mädel beibringen sollte, dass sie selbst nun mit dem Kerl zusammen war. „Ja, verarsch mich doch. Komm schon, Isa. Ich bin nicht blind!“ Jetzt klang Sara leicht beleidigt und dennoch, die Wahrheit ließ sich nicht aussprechen. „Nein, aber vielleicht interpretierst du einfach was Falsches rein“, entgegnete Isabelle. „Das mit den Keksen ... na ja, ich hab gerade einfach keinen Hunger, und wieso sollte ich mich dann voll stopfen? Und den Tee trinke ich nur, weil ich mich seit heute Morgen ein bisschen unwohl fühle. Wahrscheinlich werde ich krank.“ Letzteres war nicht mal eine Lüge. Das Übelkeitsgefühl, mit dem Isabelle morgens aufgewacht war, dachte gar nicht daran, zu verschwinden. Im Gegenteil. Es schien sich von Stunde zu Stunde zu verschlimmern. Und auf eine Magen-Darm-Grippe hatte Isabelle nicht die geringste Lust. Also musste eben Tee her, um sie rechtzeitig zu bekämpfen. „Na gut, von mir aus, ich glaub dir.“ Von wegen. Saras Tonfall sprach Bände und am liebsten hätte Isabelle ihr einfach alles erzählt. Aber das konnte sie nicht. Es war noch zu früh und sie wollte Sara auch nicht verletzen. Sie war ja gerade mal ein paar Wochen mit Basti zusammen! Und es würden wohl noch einige vergehen, bis sie sich dazu entschließen konnten, die Beziehung öffentlich zu machen. Es war schließlich nicht zu leugnen, dass Basti in der Vergangenheit ständig mit einer neuen Frau abgelichtet worden war. Isabelle sollte nicht in dieselbe Schublade gesteckt werden. „Was hast du denn am Wochenende vor?“, fragte Isabelle, um endlich das Thema zu wechseln. „Hm, ich dachte, wir könnten ja vielleicht ins Kino gehen“, schlug Sara vor. „Es laufen zurzeit einige witzigen Filme.“ „Äh, ja, okay. Such dir einen raus und sag mir dann Bescheid“, antwortete Isabelle schnell und erhob sich. „Ich muss mal eben wohin; bin gleich wieder da!“ Und schon lief sie hinaus, stürzte ins Bad und schloss sich darin ein. „Ja doch“, murmelte sie und zerrte hektisch das vibrierende Handy aus der Tasche. Eine SMS von Basti. Isabelle glitt ein Lächeln aufs Gesicht. Sie hatte schon halb damit gerechnet und hatte deshalb auch die Flucht ergriffen, um sie ungestört lesen zu können. Hey meine Süße, das Training ist jetzt vorbei. Was hältst du davon, wenn ich dich gleich abhole und wir irgendwohin fahren, wo wir ungestört sind? ;-) Love you „Spinner“, seufzte Isabelle. Na, der Kerl hatte Nerven! Wohin wollte der sie denn entführen, um ungestört zu sein? Das war ja das Schwierige am Geheimhalten ihrer Beziehung – ein Bastian Schweinsteiger wurde überall erkannt! Leicht schmunzelnd schrieb sie zurück: Wenn du eine Fan-freie Zone findest, dann herzlich gern. ;-) Hab grad noch Besuch, aber den kann ich jederzeit rauswerfen. Lieb dich auch :-* Sie steckte das Handy wieder ein, betätigte die Klospülung und drehte anschließend noch kurz das Wasser am Waschbecken auf, um ihre Sitzung auch glaubwürdig erscheinen zu lassen. Dann ging sie zu Sara zurück, die inzwischen die ganze Keksschale leer gefuttert hatte. Es war echt erstaunlich, wie sehr sie hier die Rollen tauschten ... Eine Weile redeten sie noch über dies und das und dann hörte Isabelle endlich den Schlüssel in der Wohnungstür. „Die Nervensäge ist da“, bemerkte sie und spürte, wie ihr Herz freudig auf und ab zu hüpfen begann. Filou schoss vom Teppich hoch, auf dem er bis eben noch geschlummert hatte, und sauste fröhlich bellend in den Flur. „Nicht zu fassen, wie sehr dein Hund den Kerl mag“, grinste Sara schief. „Hm, ja, in irgendeinem Punkt muss Filou ja auch mal anderer Meinung sein als ich“, gab Isabelle ebenso schief grinsend zurück und erhob sich. „Filou! Filou, hierher!“, rief sie und trat aus dem Zimmer. Ihr Hund ließ sich gerade von Bastian durchknuddeln und als dieser seine Freundin entdeckte, breitete sich ein Lächeln auf seinem Gesicht aus. „Hi, Isa!“ „Hi“, erwiderte sie so scharf, dass ihm klar werden musste, dass ihr Besuch noch anwesend war. Und für den Rest der Welt waren sie ja immer noch wie Katz und Maus ... „Hi“, ertönte da auch prompt Saras leise Stimme. Sie war ebenfalls aus dem Zimmer gekommen und stand nun unschlüssig neben Isabelle, die verzweifelt darüber nachdachte, wie sie ihre beste Freundin loswerden konnte, ohne unhöflich zu werden. Basti griff nach seiner Tasche, die er achtlos auf den Boden hatte fallen lassen, und ging lässig auf sein Zimmer zu. „Isa, vergiss nicht unsere Abmachung!“ Scheiße, war der verrückt geworden?!? „Bitte was?“, sagte sie ungläubig. „Ja. Du weißt schon, die Küche. Wir hatten ausgemacht, dass wir alles putzen und neu einräumen.“ Basti blieb stehen und zog eine Braue nach oben. „Sag jetzt nicht, dass du das vergessen hast!“ Isabelle atmete unhörbar aus. Boah, sobald sie alleine waren, würde sie ihm aber was erzählen! Wie konnte der sie nur dermaßen erschrecken?? „Nein, hab ich nicht. Im Gegensatz zu dir hab ich ja ein Gehirn, das solche Informationen speichert“, antwortete sie zuckersüß und drehte sich entschuldigend zu Sara um: „Sorry, er hat leider Recht. Ich hab mir vorgenommen, das heute zu erledigen, und er will ja unbedingt helfen, auch wenn er dabei wahrscheinlich eher das Geschirr zertrümmern wird ...“ „Ach so, ja, ist okay. Kein Problem, ich hab auch noch was zu tun“, nickte Sara, umarmte ihre Freundin kurz und eilte mit einem „Bis dann!“ an Bastian vorbei aus der Wohnung. Kaum war die Tür hinter ihr ins Schloss gefallen, ließ der Bayernprofi seine Tasche achtlos wieder fallen und stürzte auf seine Freundin zu. Ohne ein einziges Wort drückte er sie gegen die Wand und küsste sie stürmisch. Seine Hände wanderten unter ihr Sweatshirt und über ihren Rücken nach oben, was ihrem Mund ein leises Stöhnen entlockte. „Hat mich da jemand vermisst?“, flüsterte er grinsend, als er seine Lippen für einen Augenblick von ihren gelöst hatte. „Nee, überhaupt nicht, du Mistkerl!“ Sie schlang ihre Arme um seinen Hals und nun war sie es, die ihn fordernd küsste. Seine Hände auf ihrem nackten Rücken machten sie schon wieder wahnsinnig und sie wusste, wenn sie nicht gleich etwas dagegen tat, würden sie heute nicht mehr aus dem Haus kommen. Aber das war vielleicht auch gar nicht nötig ... „Nicht so gierig“, bremste er sie schließlich, hörte jedoch nicht auf, ihr sanft über die Haut zu streicheln. „Wir haben ja noch was vor heute ...“ „Stimmt“, keuchte sie und griff hektisch nach seinem T-Shirt, um es ihm über den Kopf zu ziehen. „Nicht das“, murmelte er, doch sie hörte ihm an, dass er längst überredet war. „Dann nimm deine Hände da weg!“, fauchte sie ihn aus blitzenden Augen an. Er lachte leise auf. „Mache ich dich so verrückt?“ „Noch viel mehr! Und so einen Schrecken wie vorhin jagst du mir nie wieder ein, verstanden?!“ Isabelle ließ ihm nicht einmal die Zeit zu antworten, weil sie ihn erneut verlangend küsste. Er stieg darauf ein, befreite sie in Sekundenschnelle von ihrem Sweatshirt und wandte sich dann ihrer Jeans zu. „Blödes Teil“, nuschelte er, während er an dem Reißverschluss zerrte. „Musstest du ausgerechnet heute so ’ne enge Jeans anziehen?“ „Ich zieh an, was ich will, und jetzt mach mal hin!“, flehte sie, doch in genau diesem Augenblick läutete es an der Tür und beide hielten erschrocken inne. „Isa? Ich hab meinen Schlüssel vergessen!“, drang Saras Stimme durch die Tür. Wie der Blitz schnappte sich Basti sein T-Shirt und zog es sich über den Kopf. Dann half er Isabelle in ihr Oberteil und deutete grinsend auf ihre Jeans, ehe er eilig in seinem Zimmer verschwand. Innerlich seufzend machte sich Isabelle auf den Wohnungstür, wobei sie ihre Jeans zuknöpfte und sich die Haare aus dem Gesicht strich. Am liebsten hätte sie Sara einfach draußen stehen lassen, aber die wusste ja immerhin, dass sie zu Hause war. Sie hätte sofort Verdacht geschöpft und was dann? Wie sollte Isabelle sich im Nachhinein rechtfertigen?! „Sorry, wir waren so mit der Küche beschäftigt, dass wir das Klingeln überhört haben!“ Ja, genau, das würde Sara ihr ja auch abnehmen ... „Hi, komm rein, wo hast du deinen Schlüssel hingelegt?“, ratterte Isabelle herunter und hoffte, dass man ihr das glühende Gesicht nicht ansah. „Ähm ... nirgends, der muss mir irgendwo rausgefallen sein“, antwortete Sara irritiert und schob sich an ihr vorbei in den Flur. „Okay, ich schau mal eben in meinem Zimmer nach“, bot Isabelle an und eilte in ihr Zimmer, wo sie nach kurzem Suchen den Schlüsselbund fand und damit zu ihrer Freundin zurückkehrte, die ihn dankend an sich nahm und dann endgültig verschwand. Aufatmend schritt Isabelle auf Bastians Zimmertür zu und klopfte dagegen. „Kannst rauskommen.“ „Keine Lust.“ Isabelle verdrehte die Augen. „Haha, sehr witzig!“ „Doch, ehrlich.“ Die Tür vor ihr ging auf und Basti grinste sie frech an. „Ich würde eher sagen, du kommst jetzt rein!“ Mit diesen Worten zog er sie zu sich ins Zimmer und stieß die Tür zu. Und das blieb sie dann auch für den Rest des Tages. |
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