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Er ist ein Star - holt ihn hier raus!
Die angehende Abiturientin Isabelle hat die Schnauze gestrichen voll von Männern. Doch durch einen Trick schafft es ausgerechnet Bastian Schweinsteiger, das freie Zimmer in ihrer WG zu bekommen. Wenigstens kann sie sich in den nicht verlieben, denn diesen eingebildeten Chaoten kann Isa auf den Tod nicht ausstehen. Glaubt sie zumindest … (Humor/Romanze/Drama)
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Überraschender Samstagmorgen-BesuchBlinzelnd schlug Isabelle die Augen auf. Sie fühlte sich wie zerschlagen und blieb deshalb erst mal reglos liegen. Schlecht geträumt hatte sie; irgendwelches verrücktes Zeug, an das sie sich aber nicht mehr so recht erinnern konnte. Und ihr Kopf brummte wie ein Bienenstock. Das deutete ganz auf einen ausgewachsenen Kater hin. Langsam kehrte die Erinnerung an den vergangenen Abend zurück. Die Siegesfeier mit den Bayernspielern. Die zahlreichen Cocktails und das ganze andere alkoholische Zeug, das sie so in sich reingekippt hatte. Ihr Rumgehopse auf der Tanzfläche und der Engtanz mit Basti. Isabelle stöhnte leicht auf. Hoffentlich war kein Pressefuzzi im Club gewesen, sonst wurde es spannend. Und sie konnte wirklich darauf verzichten, in irgendeiner Weise mit Bastian in Verbindung gebracht zu werden. Ach, sie hätte nicht so viel saufen sollen. Isabelle beschloss, erst mal unter die Dusche zu gehen. Das würde sie hoffentlich auf andere Gedanken bringen. Gähnend drehte sie sich ein Stückchen um – und erstarrte. Ein Arm lag über ihrem Oberkörper. Und das war definitiv nicht ihr eigener. Isabelles Atem ging schneller. Verdammt, lass es nicht Bastis Arm sein! Lass es nicht wahr sein, was ich denke ... Es war wahr. Sie lag hier splitternackt in Bastians Bett und er schlummerte friedlich neben ihr, den einen Arm über ihren Bauch gelegt. Verdammte Scheiße! Sie war doch nicht ... sie hatten doch nicht etwa ... In dieser Sekunde überfiel sie schlagartig die Erinnerung an das, was tatsächlich passiert war. An die FCB-Feier hatten sie noch ihre eigene private Party dran gehängt. Isabelle schloss die Augen. Jetzt wusste sie wieder alles. Das Rumgeknutsche. Bastis Hände, unter denen ihr Körper wie ein Feuer entfacht worden war. Die Klamotten, die sie sich gegenseitig vom Leib gerissen hatten. Und schließlich der Höhepunkt ... „Isa?“ Oh nein, das war gerade Einbildung. Nichts als pure Einbildung. Lass ihn nicht wach sein. LASS IHN NICHT AUFGEWACHT SEIN!!! „Isa ... verflucht ... was machst du hier?!?“ Okay, er war wach. Definitiv. In Isabelle machte sich Verzweiflung breit. Und was jetzt? „Hey, Basti, tut mir ja leid, aber so wie’s aussieht, haben wir uns gestern beide besoffen und sind zusammen in der Kiste gelandet. Lass uns das mal ganz schnell vergessen, denn mir hat das absolut nichts bedeutet, nur damit dir das klar ist.“ Nee, das war wohl nicht so das Wahre. Aber was konnte sie dann sagen? „Nein ... sag bloß, wir haben ...“ Doch, Herr Schweinsteiger. Genau das. Und wehe, du grinst jetzt ... Vorsichtig öffnete Isabelle die Augen und blickte in Bastians Gesicht. Und ob er grinste. So ein Idiot! In ihr stieg die Wut auf. Und somit auch der Gedanke, dass er vielleicht gar nicht zu betrunken gewesen war, um das zu verhindern ... „Hör auf zu grinsen!“, fuhr sie ihn aus funkelnden Augen an. „Das ist überhaupt nicht komisch!“ „Entschuldige, aber mir gefällt nun mal, was ich sehe.“ Ihr stockte der Atem. Scheiße, sie hatte ja total vergessen, dass sie immer noch völlig nackt hier neben ihm lag! Verdammt, wo war das Loch, in dem sie sich verkriechen konnte?! Sie wollte sich die Decke über den Körper ziehen, aber Basti war schneller und zog sie ihr mit einem Ruck weg. Und das immer noch mit diesem breiten Grinsen im Gesicht. So ein Arsch! „Was soll das?“ Ihr Kopf war inzwischen puterrot angelaufen und nun sprang sie mit einem Satz aus dem Bett. Nichts wie raus hier! Ab in ihr Zimmer und nie wieder rauskommen! Am liebsten wäre sie gestorben vor Peinlichkeit. Nie wieder würde sie auch nur einen Tropfen Alkohol anrühren!! „Willst du deine Klamotten mitnehmen oder lässt du mir die da?“, rief Bastian ihr nach und fügte frech lachend hinzu: „So quasi als Erinnerung daran, dass wir ...“ Die Türklingel unterbrach ihn und Isabelle war heilfroh darüber. Mit hochrotem Kopf sauste sie in ihr Zimmer, wo sie sich ein riesiges T-Shirt überstreifte, das ihr bis zu den Knien ging und somit gut als Nachthemd durch ging, und machte sich dann auf den Weg zur Wohnungstür. Inzwischen hatte es ein zweites Mal geläutet. Und das an einem Samstagmorgen ... Vorsichtig öffnete Isabelle die Tür einen Spalt weit. Und hielt die Luft an, als sie sah, wer draußen stand und sie verlegen lächelnd ansah. „Morgen ... tut mir leid, wenn ich dich geweckt hab, aber ich wollte ... ich dachte ... kann ich vielleicht reinkommen?“ Isabelle war wie erstarrt. Was wollte die denn hier? Und wieso begegnete sie ihr mit einem Lächeln im Gesicht?? Und warum standen zwei riesige Koffer neben ihren Füßen??? „Ja ... ja ... komm ... rein ...“, stammelte Isabelle schließlich und öffnete die Tür ein Stückchen weiter, um ihre Mutter hereinzulassen. „Danke.“ Die Koffer wurden aufgehoben und in die Wohnung getragen, dann fiel die Tür ins Schloss und die beiden Frauen standen sich minutenlang stumm gegenüber. Und wurden ausgerechnet von Bastian erlöst. „Hey, Isa, ich hab’s mir anders überlegt, du kannst deine Sachen doch ... oh, hi.“ Isabelle warf ihm einen Blick zu. Und hätte ihn am liebsten auf der Stelle erwürgt, als sie sah, was er da in der Hand hatte. Ihren BH, der in der vergangenen Nacht irgendwo in Bastis Zimmer gelandet war. Und den versuchte Besagter nun hinter seinem Rücken zu verstecken, doch der Blick von Isabelles Mutter sprach Bände. „Äh, ja ... das ist Basti ... mein Mitbewohner“, stotterte Isabelle mit Mühe und Not zusammen und versuchte probeweise, ihn mit ihrem Blick zu erdolchen. Klappte leider nicht, aber wenigstens verkrümelte er sich nun wie der Blitz in seinem Zimmer und schloss die Tür hinter sich. „So, dein Mitbewohner“, murmelte Isabelles Mutter. „Der kommt mir irgendwie bekannt vor.“ „Kann schon sein, er spielt beim FC Bayern und in der Nationalmannschaft“, antwortete Isabelle achselzuckend. Ihre Mutter hob die Brauen. „Ein Fußballprofi? Na, da hast du aber einen Glücksgriff getan. Wundert mich nur, dass ihr dann immer noch in dieser Bude hier wohnt ...“ „Mama, er ist mein Mitbewohner! Nicht mein Freund!“ Isabelles Kopf leuchtete mal wieder wie eine Alarmanlage. „Ich hatte ein freies Zimmer und es haben sich verschiedene Bewerber gemeldet. Unter anderem eben auch er. Und da ich mir bei ihm sicher sein kann, dass er seinen Teil der Miete zahlen kann, hab ich mich eben für ihn entschieden. Aber jetzt komm erst mal mit ins Wohnzimmer“, wechselte sie dann schleunigst das Thema, denn der Blick ihrer Mutter machte ihr sehr deutlich, dass diese ihr kein halbes Wort glaubte. „Die Koffer kannst du erst mal stehen lassen ... willst du was trinken? Tee oder Kaffee oder so was?“ „Kaffee. Extrastark, wenn’s geht.“ „Klar. Setz dich schon mal“, Isabelle wies zur Wohnzimmertür hinüber, „ich komm gleich nach.“ Dann stand sie in der Küche und brühte den Kaffee auf. Ihre Gedanken und Gefühle wirbelten wild durcheinander. Sie hatte nicht geglaubt, ihre Mutter so schnell wiederzusehen ... tief in ihrem Inneren hatte sie sogar befürchtet, dass sie sich nie wieder begegnen würden. Schließlich war es ihre Mutter gewesen, die einfach gegangen war und ihr deutlich zu verstehen gab, nichts mehr mit ihrer Tochter zu tun zu haben wollen. Und jetzt war sie hier. Hatte einfach vor ihrer Tür gestanden, Samstagmorgens um halb neun, mit zwei Koffern und ohne Mann. Was war bloß passiert? Hatten die beiden sich getrennt? War er gewalttätig geworden? Hatte sie endlich gemerkt, auf was für ein Ekel sie sich da eingelassen hatte, und dass sein Geld kein Grund war, ihn zu heiraten?! Tief durchatmend stellte Isabelle zwei Tassen und die Kaffeekanne auf ein Tablett und kramte eine Dose ihrer selbstgebackener Kekse hervor. Vielleicht hatte ihre Mutter ja noch gar nicht gefrühstückt, sondern war direkt vom Flughafen hierher gefahren? Langsam ging sie hinüber, setzte das Tablett auf dem Couchtisch ab und nahm gegenüber ihrer Mutter, die sich in Isabelles Lieblingssessel gepflanzt hatte, auf der Couch Platz. Die ersten Minuten herrschte Schweigen zwischen ihnen. Isabelle wärmte ihre Hände an der Kaffeetasse, während ihre Mutter einen Keks nach dem anderen in das Gebräu tunkte. „Okay, also ... was führt dich zu mir?“, brach Isabelle schließlich das Schweigen, als die halbe Keksdose bereits leer war und die Kaffeekanne keinen Tropfen mehr hergab. Doch eine Antwort sollte sie so schnell nicht bekommen, denn in diesem Augenblick erschien Bastian auf der Bildfläche und setzte sich kurzerhand zu ihnen. Genau genommen extrem dicht neben Isabelle. Und als hätte das nicht gereicht, legte er ihr auch noch eine Hand aufs Knie. Na klasse, das sah ja auch so wunderbar nach rein platonischem Mitbewohner-Verhältnis aus ... „Ich stör doch nicht, oder?“ Boah, dieses umwerfende Lächeln, das er aufgesetzt hatte und mit dem er Isabelles Mutter anstrahlte, war ja nicht zum Aushalten. Isabelle hätte sich darin verlieren können und ihr war klar, dass sich auch so ziemlich jedes andere weibliche Wesen davon einwickeln ließ. Einschließlich ihre Mutter. „Aber nein“, kam es nun auch von Letzterer. „Isabelle, willst du nicht noch etwas Kaffee für deinen Mitbewohner kochen? Und dir vielleicht mal etwas Vernünftiges anziehen?“ Richtig, sie saß ja immer noch in dem viel zu weiten T-Shirt hier und konnte froh sein, dass es zumindest ihre Oberschenkel bedeckte, denn Bastians Hand lag nach wie vor auf ihrem Knie und wanderte jetzt sogar leicht nach oben. So ein Depp! Der hatte wohl nicht genug gekriegt in ihrer gemeinsamen Nacht ... „Klar, unterhaltet euch schön.“ Isabelle konnte die Bissigkeit in ihrer Stimme einfach nicht unterdrücken. „Und wenn Basti unbedingt will, kann ich ihm auch einen Kaffee machen“, fügte sie vielsagend hinzu. „Danke, ein Tee genügt schon“, erwiderte Bastian ruhig und ohne sein Engelslächeln auszuknipsen. Das konnte sie sich echt nicht länger antun. Da kam es ihr gerade recht, dass sie aufstehen und die Flucht ergreifen konnte. Auch wenn sie lieber nicht wissen wollte, was ihr Mitbewohner ihrer Mutter gleich so alles erzählen würde ... |
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