![]()
|
Er ist ein Star - holt ihn hier raus!
Die angehende Abiturientin Isabelle hat die Schnauze gestrichen voll von Männern. Doch durch einen Trick schafft es ausgerechnet Bastian Schweinsteiger, das freie Zimmer in ihrer WG zu bekommen. Wenigstens kann sie sich in den nicht verlieben, denn diesen eingebildeten Chaoten kann Isa auf den Tod nicht ausstehen. Glaubt sie zumindest … (Humor/Romanze/Drama)
Fortschritt: 100%
Inhaltsverzeichnis Einklappen
Millionen von Feuerwerken„Wieso ist die Tür abgeschlossen?“ Seufzend lehnte sich Bastian gegen die Hauswand. „Ich will nicht draußen pennen müssen, Isa!“ „Mach halblang, es ist halt schon spät. Irgendwo muss doch der verdammte Schlüssel sein ...“ Mit beiden Händen durchwühlte Isabelle ihre Hosentaschen und wurde irgendwann fündig. Sehr gut, jetzt musste sie nur noch den richtigen Schlüssel ins Türschloss stecken. Und das war leichter gesagt als getan. So viel zum Thema, sie befürwortete Lukas’ Einstellung zum Thema Alkohol ... von wegen. Nach dem vierten Getränk hatte sie aufgehört zu zählen und stattdessen lieber das Tanzbein geschwungen. Zuerst hatte sie Philipp auf die Tanzfläche geschleift, dann drei weitere Bayernspieler, an die sie sich bereits nicht mehr so recht erinnern konnte, und zum guten Schluss hatte sie sich sogar auf einen Engtanz mit Bastian eingelassen. Was für ein Abend. Und natürlich hatte Basti sich nicht weniger betrunken. Autofahren konnte er in dem Zustand jedenfalls nicht mehr und deshalb hatte Lukas die beiden nach Hause gefahren und direkt vor der Haustür abgesetzt. Tja, und jetzt versuchten sie also, ins Haus zu kommen. Wenigstens konnten sie beide noch vernünftig sprechen und lallten nicht vor sich hin. Aber das half ihnen auch wenig, solange sich der verflixte Schlüssel einfach nicht umdrehen ließ. „Bist du sicher, dass du den richtigen Schlüssel hast? Probier mal ’nen anderen“, schlug Bastian vor und streckte fordernd die Hand aus. „Oder gib mal her und lass den Fachmann ran!“ „Fachmann?“ Isabelle kicherte albern und drückte ihm den Schlüsselbund in die Hand. Und für die nächsten fünf Minuten wartete sie zunehmender Ungeduld darauf, dass Schweini endlich die Tür aufkriegte. „Mach mal hin, du Fachmann! Ich hab keine Jacke dabei und es ist schweinekalt!“, motzte sie irgendwann und in dem Augenblick ging die Tür auf und sie drängten ins Treppenhaus. „Selber schuld, wenn du erfrierst. Ich hab dir ja gleich gesagt, du sollst dich wärmer anziehen, aber nein, auf mich hört ja keiner“, nölte Basti und setzte seinen Fuß auf die erste Stufe. „Ich jedenfalls nicht“, stellte Isabelle klar und folgte ihm ziemlich schwankend die Treppe hinauf. „Und das werde ich auch nie!“ „Das sehen wir dann. Irgendwann schaffe ich’s doch“, lachte er auf und blinzelte zur Decke hoch. „Du sag mal, das Licht flackert so komisch. Ist die Birne kaputt?“ „Ja, wahrscheinlich immer noch.“ Trotz des Alkohols en masse, der sich in Isabelles Körper befand, kam ihr mit einem Mal die Szene in den Sinn, als sie an Bastians erstem Tag in der WG von ihrem Spaziergang zurückgekommen waren. ~ Flashback ~ „Was ist denn mit dem Licht los?“, hörte sie Bastians Stimme hinter sich, während sie die Treppen hoch lief. „Ach, keine Ahnung. Gibt wahrscheinlich bald den Geist auf“, vermutete Isabelle und stieß die Wohnungstür auf. „Unser Hausmeister kriegt das immer nicht so ganz auf die Reihe, aber egal.“ „Na ja, solange wir nicht plötzlich im Dunkeln stehen …“ Bastian lachte auf und schloss die Tür hinter sich. „Das werde ich vermeiden, so gut es geht“, konterte Isabelle. ~ Flashback Ende ~ Und kaum hatte sie sich daran erinnert, passierte es. Das Licht flackerte noch ein letztes Mal auf – und erlosch. Und Isabelle und Bastian standen im Dunkeln. „Oh, jetzt ist sie tot“, stellte Bastian äußerst treffend fest und tastete nach Isabelles Hand. „Komm, nur noch ’n paar Stufen ... nicht stolpern ...“ „Wie denn, du hältst mich ja.“ Es fühlte sich gut an, ihre Hand in seiner. Verdammt gut. Isabelle stieß einen tiefen Seufzer aus. „Basti? Ich ... ich hab Angst im Dunkeln ...“ „Musst du nicht, ich bin ja da“, antwortete er sanft. „Siehst du, die Treppe ist zu Ende und wir sind gleich da.“ „Ich sehe gar nichts.“ „Ja, aber du merkst es, dass keine Stufen mehr da sind.“ „Mhm, ja. Aber vielleicht sind ja doch welche da und ich weiß es nur nicht.“ „Aber ich weiß es. Vertrau mir.“ „Das tu ich, Basti.“ Sie blieb stehen. „Sind wir schon da? Wo ist die Tür?“ Ihre Hand löste sich aus seiner und tastete nun seinen Arm hoch und über seine Schulter, bis sie seine Wange erreicht hatte. Irgendwie fühlte sich das toll an … „Die Tür ist hinter dir, Isa.“ Sie lehnte sich an ihn und streichelte vorsichtig über sein Gesicht. Sein Atem war direkt vor ihr. Wieso konnte sie ihn nicht küssen? Wieso durfte sie nicht? Sie wusste es nicht mehr. Sie wusste nur, dass sie ihn küssen wollte. Hier und jetzt. Langsam beugte sie sich nach vorne. Ihre Hand wanderte in seinen Nacken und zog ihn leicht zu sich. „Isa ...“ Da waren sie, seine Lippen. Seine wunderbar weichen Lippen, die sie einfach nur spüren wollte. Isabelle schloss die Augen, obwohl sie so auch nicht weniger sah als zuvor. Alles war dunkel um sie herum ... und sie war so verliebt ... verliebt ... verliebt ... Bastians Lippen drängten sich nun ihren entgegen. Seine Arme umschlangen ihren Oberkörper und zogen sie noch dichter an sich. Sie schmiegte sich an ihn, strich ihm durchs Haar, presste ihre Lippen erneut auf seine. Seine Hände fanden währenddessen den Weg unter ihr Top. Ein Seufzen entwich ihrem Mund, ehe sie Bastian wieder und wieder küsste. Ihre Vorsicht wich und machte Leidenschaft Platz. Buchstäblich heißer Leidenschaft. Die Stellen, an denen Bastians Hände ihre Haut berührten, brannten wie Feuer. „Der Schlüssel ...“ Basti drängte sie nach hinten, bis sie mit dem Rücken an der Wohnungstür stand. Seine rechte Hand versuchte, mit dem Schlüssel das Schloss zu treffen, während seine linke unaufhörlich über Isabelles Rücken streichelte. Wieder versiegelte sie seine Lippen zu einem langen Kuss. Ihre Zunge umspielte seine, erst neckend, dann fordernder, und ihre Hände wanderten zu seinen Hüften, um sich auf den Weg unter sein Shirt zu machen. Doch in diesem Augenblick ging die Tür auf und sie stolperte nach hinten. „Lauf mir nicht weg, Süße.“ Bastian lachte leise auf, hob sie kurzerhand hoch und trug sie in sein Zimmer, wo er sie ächzend auf dem Bett absetzte. „Du bist nicht gerade ’n Fliegengewicht“, merkte er an und beugte sich über sie. „Ich weiß“, kicherte Isabelle, ließ sich zurückfallen und schloss die Augen. Es war ihr egal, was er über ihr Gewicht gesagt hatte - es hatte geradezu liebevoll geklungen, ganz anders als einige Stunden zuvor, als sie ihm am liebsten den Kopf abgerissen hätte. Wut oder Verletzlichkeit empfand sie im Augenblick überhaupt nicht. Das Einzige, was sie wollte, war er. Sie spürte wieder seine Lippen, die zuerst ihren Mund und dann ihren Hals küssten. Seufzend fuhr sie ihm durchs Haar und ließ es geschehen, dass er sich am Reißverschluss ihrer Jeans zu schaffen machte. Irgendwo ganz hinten in ihrem Kopf machte sich ein Stimmchen bemerkbar, das der Meinung war, dass sie gerade einen Fehler machte. Aber sie wusste nicht, welchen. Und sie wollte auch nicht darüber nachdenken. Denken war hier eindeutig fehl am Platz. Ihre Jeans landete irgendwo auf dem Boden. Sie ließ sich von Bastian hoch ziehen, damit er sie leichter von ihrem Top befreien konnte, und machte sich selbst daran, ihn seines Shirts zu entledigen. Nach getaner Arbeit neigte er seinen Kopf nach unten und ließ seine Zunge über ihr Dekoltée tanzen. Keuchend krallte sie sich an seinem Rücken fest. Tausend Schauer jagten ihr über den Rücken und ihr Herz raste wie nach einem 1000-Meter-Sprint. Wann hatte sie die Nähe eines Mannes schon mal so verrückt gemacht? Sie konnte sich nicht daran erinnern, so etwas bei Martin, Hendrik oder Andi jemals gespürt zu haben. Nach und nach entledigten sie sich auch ihrer restlichen Klamotten. Zwischendurch küssten und streichelten sie sich voller Leidenschaft. Als Isabelle ihn dann schließlich in sich spürte, war ihr, als würden Millionen von Feuerwerken in ihrem Inneren hochgehen. Es fühlte sich so perfekt an wie nie zuvor in ihrem Leben und die Berührungen auf ihrer Haut brannten sich förmlich ein. Schneller als gedacht war es auch schon vorbei. Keuchend fiel sie in die Kissen und schloss die Augen. Bastian hauchte ihr noch einen letzten Kuss auf die Lippen, dann legte er sich neben sie und zog sie in seine Arme. „Ich liebe dich“, murmelte er, doch das hörte sie nicht mehr, denn schon war sie, von Alkohol, Erschöpfung und Glück übermannt, eingeschlafen. Und kurz darauf landete auch Basti im Reich der Träume. |
||||||||||||||||