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Er ist ein Star - holt ihn hier raus!
Die angehende Abiturientin Isabelle hat die Schnauze gestrichen voll von Männern. Doch durch einen Trick schafft es ausgerechnet Bastian Schweinsteiger, das freie Zimmer in ihrer WG zu bekommen. Wenigstens kann sie sich in den nicht verlieben, denn diesen eingebildeten Chaoten kann Isa auf den Tod nicht ausstehen. Glaubt sie zumindest … (Humor/Romanze/Drama)
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Doofes Kamel„Männer sind Schweine“, befand Isabelle und richtete ihren Blick auf Filou, der sie nur treuherzig anguckte. „Ja, entschuldige, du natürlich nicht“, korrigierte sie sich sogleich. „Du bist ein gaaanz Lieber! Im Gegensatz zu dem Idioten in unserer Wohnung, was, mein Kleiner?“ Filou legte den Kopf schief und begann, aufgeregt mit dem Schwanz zu wedeln. „Lass das“, wurde er missmutig angebrummt. „Ich hasse es, wenn du das machst! Damit willst du mir doch nur immer zeigen, dass du NICHT meiner Meinung bist!“ Das Schwanzwedeln verstärkte sich. „Nein, hör auf. Tu nicht so unschuldig, du Schlawiner!“ Mit grimmigem Blick setzte sich Isabelle wieder in Bewegung. Filou zerrte an der Leine und bekam etwas mehr Freiraum. „Ich meine, mal ehrlich … der Typ hat absolut nichts, was jemandem wie mir gefallen könnte. Du weißt schon – jemandem, der eben kein so blondes, hohlbirniges Model ist wie diese Sarah … Ist ja schon gut, ist ja schon gut. Hör auf, mich so anzubellen! Ich hab’s kapiert … ja, ich kenne sie überhaupt nicht, schon klar. Aber die sind doch alle gleich! Jeden Tag Kalorien zählen und diesen reichen, verwöhnten Stars den Kopf verdrehen … Filou, du kannst sagen, was du willst, aber wer sonntagmorgens um halb acht die ganze Nachbarschaft dermaßen rücksichtslos aus dem wohlverdienten Schlaf reißt, der IST verwöhnt!“ Noch vor sich hingrummelnd überquerte Isabelle die Straße. Und bekam fast einen Herzschlag, als sie ein zweites teures Auto neben dem von Bastian parken sah. „Wetten, das ist einer von Bastians Bekannten?!“, sagte sie laut und angelte den Schlüsselbund aus ihrer Tasche. Filou fiepte nur zustimmend. „Na, dann wollen wir mal hoffen, dass es ein halbwegs angenehmer ist“, seufzte sie und ließ sich auf dem Weg nach oben extra viel Zeit. In der Wohnung war es ruhig, als sie durch die Tür trat. Verdächtig ruhig. Sie ließ Filou von der Leine, hängte diese an einen Haken und warf einen kurzen Blick in den Spiegel. Ihre schwarze Haarpracht glich mal wieder eher einem Krähennest als einer Frisur, aber wen störte das schon? Sie bestimmt nicht! Und wenn Bastian es scheußlich finden sollte, konnte sie nur froh darüber sein. Dann kam er wenigstens nicht auf die Idee, sie mit einem seiner Models zu vergleichen. Wobei er sich das eh sparen konnte. Von einem Model war sie mit ihrer etwas molligen Figur wirklich Lichtjahre entfernt. „Hallo“, sagte sie kurz angebunden, als sie in die Küche kam, wo Bastian und Lukas am Tisch saßen; zwischen sich eine Dose voller selbst gebackener Kekse. Na, die schienen ja durchaus anzukommen … „Hey, Isabelle.“ Lukas schenkte ihr ein kleines Lächeln, das ihr gefiel. Nicht zu übertrieben, sondern … nett einfach. Ganz anders als bei Bastian. Da nervte es nur. Sie lächelte kurz zurück und öffnete den Schrank. „Deine Milch ist kalt“, bemerkte Bastian und deutete zum Herd hinüber. Isabelle griff nach einer Tasse und kippte den Topfinhalt hinein. „Nein wirklich“, erwiderte sie ironisch. „Danke vielmals für den Hinweis. Ich hätte jetzt gedacht, sie wär’ kochend heiß – weil es ja auch nur ’ne gute Stunde her ist, dass ich sie aufgekocht hab.“ „Hör doch auf, mich so anzuzicken!“ „Hör du auf, mir auf die Nerven zu gehen!“ Schwungvoll beförderte Isabelle drei Löffel Kakaopulver in die Milch und rührte um. „Dir kann man’s auch nicht recht machen, oder?“, stöhnte Bastian. „Versuch’s mal, indem du das nächste Mal nicht morgens um halb acht ’nen Höllenlärm in deinem Zimmer veranstaltest“, konterte sie und nagelte ihn mit ihrem Blick auf seinem Stuhl fest. „Dafür soll ich mich jetzt wohl zum tausendsten Mal entschuldigen, oder?“ Bastian warf seinem besten Freund einen vielsagenden Blick zu. „Verstehst du jetzt, Poldi, was ich mit „bissig“ gemeint hab?“ Isabelle verschluckte sich an ihrem Kakao und bedachte den Mittelfeldspieler anschließend mit einem tödlichen Blick. „Nee, tu ich nicht.“ Lukas grinste sie breit an und lehnte sich mit seinem Stuhl so weit zurück, dass er fast umkippte. „Wenn du nur halb so laut warst wie Moni vorhin, dann hat deine Mitbewohnerin hundertprozentig mein Beileid.“ „Danke.“ Isabelle versuchte, mit einem knappen Grinsen ihre Verblüffung zu überspielen, und wandte sich zum Gehen. In dem Augenblick, als sie zur Tür hinaus wollte, sprang Filou ihr entgegen und hüpfte an ihr vorbei auf den Küchentisch zu. „Ich liebe Hunde.“ Lukas strahlte und bückte sich zu Filou runter, um ihm den Hals zu kraulen. „Ist das ein reinrassiger Schäferhund?“ „Nee, Mischling.“ „Total zum Knuddeln. Fast so sehr wie ich“, grinste der Stürmer und fing sich dafür einen Schlag auf den Hinterkopf ein. „Wehe, du fängst jetzt mit Flirten an“, knurrte Bastian und zog seine Hand zurück. „Spinnst wohl, Schweinebacke. Hab ja schließlich Moni.“ Kopfschüttelnd blickte Lukas zu Isabelle auf, die nun mit hoch gezogenen Brauen am Kühlschrank lehnte. „Sag mal, hast du dem irgendwas in den Tee gekippt, dass der so drauf ist heute Morgen?“ „Nee, der ist doch immer so, oder nicht?“, erwiderte sie nur und trank einen Schluck von ihrem Kakao. „Na ja, nicht immer“, grinste Lukas in Bastians Richtung, der sich darauf beschränkte, ihm eine Grimasse zu schneiden. „Manchmal kann er sogar ganz nett sein … und es gibt Momente, da hab ich glatt den Eindruck, dass er ein ganz normaler Mensch ist!“ „So normal wie du auf jeden Fall“, schlug Bastian zurück. „Ansichtssache“, warf Isabelle trocken ein und schlurfte zur Tür. „Ich bin jetzt dann mal lernen …“ „Viel Spaß“, wünschte Bastian ihr frech. Eine Sekunde lang war Isabelle versucht, sich umzudrehen und ihm auch irgendwas Blödes an den Kopf zu werfen, aber dann ließ sie es doch sein und verschwand wortlos in ihrem Zimmer. Sie schmiss wahllos irgendeine CD in die Anlage, drehte die Lautstärke hoch und versuchte, sich in ihre Wirtschaftssachen zu vertiefen. Wie lebensmüde musste man eigentlich sein, um das als Hauptfach zu nehmen?!? Es waren keine zwei Minuten vergangen, als jemand an ihre Tür klopfte und Bastians Stimme erklang: „Sag mal, wie du dich bei dem Lärm konzentrieren kannst, ist mir ja schleierhaft …“ „Ist ja wohl meine Sache!“, brüllte sie zurück und widmete sich verärgert wieder ihren Aufschrieben. „Okay, kann sein, aber falls du es noch nicht bemerkt hast, du bist nicht mehr die Einzige in dieser Wohnung und könntest ein bisschen mehr Rücksicht nehmen! Mal abgesehen davon, dass ich deinen Musikgeschmack nicht für Millionen nachgeschmissen haben will!“ „Die Millionen hast du auch gar nicht nötig“, knurrte sie. „Aber meine Ruhe hab ich sehr wohl nötig.“ „Das sagt der Richtige! Wie war das heute Morgen?“ „Boah, kaum ist Gras über eine Sache gewachsen, kommt so ein doofes Kamel und frisst es wieder weg!“, stöhnte Bastian. Im ersten Augenblick schnappte Isabelle nur sprachlos nach Luft. Dann packte sie eins ihrer Bücher und pfefferte es mit voller Wucht gegen die Tür. „Ich kann schon verstehen, warum es keiner lange mit dir ausgehalten hat“, war das Letzte, was sie von dem Mittelfeldspieler hörte, ehe sich seine Schritte in Richtung Küche bewegten. Ein paar Minuten lang saß Isabelle da, als hätte man ihr die Luft raus gelassen. Wie ein Ballon, der in sich zusammenfällt. Sprachlos. Fassungslos. Was hatte der Vollidiot da gesagt? Wie kam er denn dazu, so etwas … „Du Mistkerl!“, zischte sie schließlich und ballte die Hände zu Fäusten. „Na warte, jetzt bist du zu weit gegangen! Das bekommst du zurück, das schwör ich dir! Wenn du Krieg haben willst, sollst du ihn haben …“ |
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