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Er ist ein Star - holt ihn hier raus!
Die angehende Abiturientin Isabelle hat die Schnauze gestrichen voll von Männern. Doch durch einen Trick schafft es ausgerechnet Bastian Schweinsteiger, das freie Zimmer in ihrer WG zu bekommen. Wenigstens kann sie sich in den nicht verlieben, denn diesen eingebildeten Chaoten kann Isa auf den Tod nicht ausstehen. Glaubt sie zumindest … (Humor/Romanze/Drama)
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Der neue Mieter und seine Freunde„Ich verstehe deine Aufregung nicht“, bemerkte Louisa, eine von Isabelles Freundinnen, die ihre Fußballleidenschaft voll und ganz teilten. Der einzige Fehler: Sie liebten den FC Bayern wie verrückt und hatten es deshalb auch schon einige Male geschafft, Isabelle mit ins Stadion zu schleppen. „Ich auch nicht“, stimmte Tamina ihr zu. „Du bestellst uns extra alle hierher, um dir seelisch beizustehen, wenn dein neuer Mitbewohner hier einzieht?! Also, ich finde das ziemlich komisch, um nicht zu sagen: verrückt!“ „Und wenn schon“, murmelte Isabelle nervös. Viel Zeit blieb ihr nicht mehr, um ihren Freundinnen zu offenbaren, wer hier jeden Moment auf der Matte stehen konnte. Es war Samstagnachmittag, kurz vor drei, und wenn Bastian sein Wort hielt, dann würde er demnächst auftauchen. Vermutlich schleppte er irgendwelche Kollegen mit, die ihm beim Möbeltragen helfen sollten. Keine Frage, ihre Freundinnen würden ausflippen. Deshalb hätte sie wesentlich lieber Sara dabei gehabt, doch die hatte ausgerechnet heute einen wichtigen Termin, der sich nicht verschieben ließ. Und irgendwelche Unterstützung brauchte Isabelle wirklich. Auch auf die Gefahr hin, dass es eventuell etwas peinlich werden könnte. „Wie heißt er denn eigentlich?“, wollte Louisa nun wissen. Isabelle holte tief Luft. Jetzt war er da, der Augenblick. Blieb nur zu hoffen, dass sie das Gekreische gleich überlebte. „Er heißt Bastian …“, setzte sie an und wurde prompt von Deborah unterbrochen: „Also, mit DEM Namen kann er ja nur ’ne Bereicherung sein!“ Isabelle verzog das Gesicht. Ihr war klar, worauf Deborah da anspielte. „Nicht jeder findet Bastian Schweinsteiger so toll und gut aussehend und wunderbar“, meinte sie leicht säuerlich. „Nein, schon klar, du nicht!“ Tamina verdrehte die Augen. „Mensch, Isa, weißt du was? Ich würde zu gern wissen, wie ein Gespräch zwischen euch beiden aussehen würde!“ Wieder ein Luftholen seitens Isabelle. „Wirst du gleich sehen.“ Die Fragezeichen schwebten förmlich über den Köpfen ihrer Freundinnen. Wenn die Situation nicht so ernst gewesen wäre, hätte Isabelle jetzt gelacht. „Was heißt das jetzt?“, hakte Louisa nach. „Das, was es eben heißt.“ Just in diesem Moment hörten sie das Türklingeln und Isabelle erhob sich. „Bitte, flippt jetzt nicht aus … aber es ist echt euer toller Schweini, der hier einzieht.“ Sprachloses Schweigen. Isabelle ging hinaus und öffnete die Wohnungstür. Sie hatte Recht gehabt mit ihrer Vermutung. Hinter Bastian standen Lukas und Philipp – wenigstens die beiden Bayernspieler, die Isabelle noch am besten leiden konnte. „Hi, Isa“, begrüßte Bastian sie und (wer hätte es gedacht!) grinste sie an. „Hallo, Bastian. Für dich immer noch Isabelle“, entgegnete sie kühl und nickte seinen beiden Mannschaftskollegen kurz zu. „Na, das nenne ich einen netten Empfang“, kommentierte der Mittelfeldspieler sarkastisch. „Nett war’s auch gar nicht gemeint“, konterte sie uneingeschüchtert und trat zur Seite. „Du weißt ja, wo dein Zimmer ist. Wenn ihr Hilfe brauchen solltet – ich bin mit meinen Freundinnen im Wohnzimmer.“ „Willst du uns die nicht erst mal vorstellen?“, fragte Bastian und schob sich mit einem Karton auf dem Arm an ihr vorbei in den Flur. Isabelle zuckte die Achseln. „Von mir aus. Kommt mit!“ Sie ging ins Wohnzimmer voran, wo ihre Freundinnen auf der Couch saßen und sich bemühten, nicht allzu fassungslos zu wirken. „Hi“, sagte Bastian und grinste mal wieder, während sich Philipp und Lukas auf ein freundliches Nicken beschränkten. „Hi“, echoten Louisa, Tamina und Deborah im Chor und grinsten zurück. „Tja, vorstellen könnt ihr euch ja selber; ich geh mir jetzt erst mal einen Kaffee machen. Will noch jemand einen?“ Isabelle sah dabei demonstrativ in Bastians Richtung, der kurz das Gesicht verzog und dann den Kopf schüttelte. „Nee, danke, aber dein Tee vom letzten Mal war echt lecker“, behauptete er. „Davon kannst du mir gern ’ne Tasse machen.“ „Wenn du dich unbedingt vergiften lassen willst, bitte“, konterte Isabelle und blickte den Rest fragend an. Philipp wollte einen Kaffee, Lukas ein Glas Wasser und die Mädels entschieden sich schließlich auch für Tee, obwohl zumindest Louisa und Deborah das Zeug auch nicht sonderlich mochten. Machten die etwa Sara nach, die jede unnötige Kalorie vermied und dabei gar nicht zu merken schien, wie sie es übertrieb?? Während sie in der Küche stand und das Wasser im Kocher vor sich hinblubberte, hörte Isabelle ihre Freundinnen, die sich bereits angeregt mit den Fußballspielern unterhielten. Na, wenigstens hatten die nicht so eine Laune wie sie. Mit wenigen Handgriffen holte Isabelle sechs Becher aus dem kleinen Hängeschränkchen über der Spüle und stellte noch ein Glas dazu, das sie mit Wasser füllte. Sie war doch verrückt. Jede andere hätte vermutlich alles dafür gegeben, mit Bastian Schweinsteiger in einer Wohnung zu leben. Aber nicht sie. Was bestimmt nicht daran lag, dass er ein Fußballspieler war. Nur leider war der Kerl beim falschen Verein und Isabelles Meinung nach nicht gerade der größte Sympathieträger, der in München rum lief. Lukas Podolski und Philipp Lahm wären ihr bedeutend lieber gewesen, trotz falschem Verein. Aber gut, die saßen gerade immerhin auch in ihrem Wohnzimmer. Hm, vielleicht sollte sie wenigstens den beiden gegenüber etwas mehr Freundlichkeit an den Tag legen?! Die hatten ja auch nicht die Frechheit besessen, sich bei der Bewerbung einfach als Frau auszugeben!! Einige Minuten später stellte Isabelle ein Tablett auf den Wohnzimmertisch und setzte sich zwischen Tamina und Louisa auf die Couch. „So, bedient euch.“ Sie warf einen vielsagenden Blick zu Bastian hinüber, der (schon wieder grinsend) auf die Kekse schaute, die sie dazu gestellt hatte. „Sind das die gleichen Kekse wie letztes Mal?“, erkundigte er sich und langte bereits zu. „Ja, sind sie.“ Und ich hoffe, du erstickst dran, fügte sie im Stillen hinzu und nippte an ihrem Kaffee. Dabei fing sie Philipps lächelnden Blick auf, den sie leicht erwiderte. „Ach, sieh an, meine Mitbewohnerin kann doch lächeln!“, kam es von Bastian. Am liebsten hätte Isabelle ihn mit den Keksen voll gestopft, bis er platzte (womit sie eindeutig ein Problem weniger gehabt hätte) oder zumindest kein Wort mehr aus seiner frechen Klappe kommen konnte. „Warum schaust du MICH eigentlich nie so an?“, setzte Bastian hinzu und Isabelle stellte entnervt ihren Kaffeebecher ab. „Tja, da denk mal scharf nach!“, gab sie nur zurück. Er hob die Brauen. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dir je was getan zu haben.“ „Ach nein? Und wer hat sich als Frau ausgegeben, um das Zimmer zu bekommen??“ „Na und? Hat doch gewirkt, wie man sieht“, grinste er frech. „Einen Scheiß hat’s gewirkt! Bilde dir bloß nichts drauf ein, klar? Du hast es ganz sicher nicht deswegen gekriegt, weil du Bastian Schweinsteiger heißt und zufälligerweise Fußballprofi bist!“, schnaubte sie. „Ach, wirklich?“, tat er mit unschuldigem Blick ganz erstaunt. „Warum denn dann?“ „Weil ich jemanden gebraucht hab und du trotz deines doofen Grinsens LEIDER noch die beste Wahl warst“, knurrte Isabelle und stand entschlossen auf. „Na, das klingt doch gut“, ließ sich Lukas vernehmen. Isabelle hob die Brauen. „Glaub mir, wenn du die ganzen Bewerberinnen gesehen hättest, wüsstest du genau, was ich meine. Und bei deinem Kumpel hier kann ich mir wenigstens relativ sicher sein, dass er die monatliche Miete pünktlich zusammenkriegt.“ „Boah, mir wird gleich schlecht bei so viel Charme und Nettigkeit“, stöhnte Bastian auf und erhob sich. „Los geht’s, Jungs, lasst uns mal anfangen. Sonst sind wir morgen immer noch dran!“ „Braucht ihr Hilfe?“ Louisa schenkte ihm ein strahlendes Lächeln, das er prompt erwiderte. „Danke, das wäre echt lieb“, erwiderte er und Isabelle schoss es zum ersten Mal durch den Kopf, dass einen sein Lächeln eigentlich glatt umhauen konnte. Aber Moment mal, STOPP! Über so was dachte man nicht nach … schon gar nicht, wenn man Isabelle hieß und seinen neuen Mitbewohner am liebsten gleich wieder rausgeworfen hätte. „Lasst euch nicht abhalten, Leute. Ich muss eh noch lernen. Hab drei Klausuren nächste Woche“, verkündete sie und packte die leer getrunkenen Becher auf das Tablett. „Also tut mir den Gefallen und macht so wenig Krach wie möglich, okay?“ „Klar doch, Isa.“ Bastian blinzelte ihr zu. Sie verdrehte die Augen. „Isabelle! Geht das vielleicht mal in dein Gehirn rein?“ „Gehirn? Das ist ein Fremdwort für ihn“, grinste Poldi. In Isabelles Sympathieskala stieg er mit dieser Bemerkung schlagartig um mindestens 20 Plätze auf. Im Gegensatz zu Schweini, bei dem vermutlich ein Wunder geschehen musste, um ihn überhaupt mal aus dem Minusbereich nach oben zu katapultieren … |
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