Te quiero - Träumen erlaubt

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Fernando Torres
Kate trifft auf den weltbekannten Fernando Torres, welche ihr Leben gründlich auf den Kopf stellt. Die süße Spanierin blüht auf und ihr Leben ändert sich von Grund auf. Alles scheint perfekt, doch was ist, wenn die Vergangenheit einen einholt, man es mit eifersüchtigen Freunden zu tun bekommt, die Fernando nur beschützen wollen oder ein nicht ganz unbekannter Portugiese die Brünette für sich haben will? Hinzu kommt, dass sie sich die Frage stellen muss: Welche Rolle spielt Fernando nun in ihrem Leben? Und gibt es in seinem Leben überhaupt Platz für sie?

Inhaltsverzeichnis Einklappen

  1. Bienvenidos a mi vida - Welcome to my life
  2. Oh dios, que bochornosa!
  3. Quizás sueno?
  4. Todos los italianos son así?
  5. Estar en otro lugar con los pensamientos
  6. Todo bien?
  7. Soy tan feliz como nunca
  8. Si puedo presentar...
  9. Entre el amor y odio.
  10. Entre amistad y amor
  11. Hermanos pequenos, grande efecto.
  12. Me da pena realmente.
  13. Pensé que él es solo.
  14. Una tarde. Un juego. Una gol.
  15. Parezco como una pava?
  16. Una tarde, muchas sorpresas.
  17. Tarde en dos.
  18. Quiero ser tu héroe.
  19. Cuchicheo de cama
  20. Inicio en un buen día.
  21. Conflictos entre amigos.
  22. Un hotel y muchas conversaciones.
  23. Reunión con una vieja amiga.
  24. Él la quiere todavía
  25. Drama en la noche.
  26. Un día lleno de sorpresas.
  27. Alegría sobre la victoria con un desconocido.
  28. Viene del corazón.
  29. Qué estás haciendo aquí?
  30. Presto atención a ti.
  31. Esta incertidumbre me hace loca.
  32. Una fiesta llena con drama.
  33. Yo soy su novia.
  34. Hasta la vista.
  35. Disculpas y la noche de chicas.
  36. Diverso como planificado.
  37. El cotidiano normal.
  38. Aniversario del terror
  39. Preocupación por un amigo.
  40. Tórtola en caos.
  41. Y comenzó tan bien.
  42. Melodía de despedida
  43. Por favor, permanecete conmigo.
  44. Eres dulce.
  45. Un día lleno de altos y bajos.
  46. Un pequeño agradecimiento.
  47. Horrores de la noche.
  48. Mira, mi novio...- mi amigo!
  49. Un capítulo nuevo
  50. Bienvenidos a nueva vida.

Hasta la vista.

Hola ihr Liebe,
Tut mir wahnsinnig leid, dass ihr so lange warten musstet. Es gibt dafür mit 4.420 Wörter ein etwas längeres Kapitel wie sonst. Ich hoffe das entschädigt euch ein wenig. =) Wie immer freue ich mich über über Kommentare und Werungen. Und jetzt viel Spaß beim lesen.
-Sunshingirl-

(dt: Auf Wiedersehn.)

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Kapitel 34
Hasta la vista.

This is the final morning
and that is all we have.
We've seen the joy and glory,
we've gone down with the sun.
and now the time has come.
Let's set it all right,
it's time to kiss goodbye.

Try to be brave for me,
because I think I can't
This is the final morning,
this is the end my dear,
now is the time to say true words.
it's time to kiss goodbye.
(Sunrise Avenue - Kiss Goodbye)

Wir setzten uns auf’s Sofa und für eine Weile hielt Sara mich nur im Arm. Irgendwann kam Iker mit drei Tassen Tee in den Raum und unterbrach die Stille. „Wollt ihr alleine reden?“ Sara wollte gerade anfangen ihm zu antworten, doch ich fiel ihr ins Wort. „Es tut mir leid, wenn ich euch störe, aber ich wusste nicht zu wem ich hätte gehen können.“ –„Du störst uns doch nicht. Ist schon richtig das du gekommen bist. Willst du vielleicht erst mal erzählen was los ist?“, fragte sie und redete beruhigend auf mich ein. Ich nahm die Tasse entgegen die Iker mir hinhielt und nahm einen Schluck. „Ich wollte zu Fernando...weil er doch morgen geht. Erst dachte ich, ich hätte mich im Zimmer geirrt, doch dann meinte sie, sie sei seine Freundin und das er gerade nicht könnte.“ Ich sah von der Tasse auf zu Sara, welche Iker verwunderte Blicke zuwarf und auch dieser sah sichtlich irritiert aus. „Und du bist dir sicher, dass du dich nicht verhört hast?“ Er setzte sich zu uns auf die Couch und sah mich fragend an. „Ich kann dir eigentlich mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass er keine Freundin hat. Das hätte er mir erzählt.“ Verdammt. Wie konnte ich nur so blöd sein. Mental schlug ich mir mit der Hand an die Stirn und sah die Zwei ziemlich verdattert an. Das ich da nicht schon früher drauf gekommen bin. Iker ist Fernandos Freund, ich hätte sie gleich fragen sollen. „Ich bin mir sicher das ich mich nicht verhört habe.“, meinte ich sachlich und ohne jeglichen Vorwurf. „Hm, ich schätze dann mal, da gibt es Redebedarf.“, meinte der Spanier und nahm einen Schluck von seinem Tee. „Si und das am Besten noch bevor er morgen geht.“, fügte Sara hinzu und sah mich auffordernd an. „Du hast jetzt keine Lust dazu oder?“ Ich zuckte auf ihre Frage nur mit den Schultern. Keine Ahnung und selbst wenn, er hatte doch jetzt eh seine Freundin bei sich. „Weißt du was, es ist schon spät. Wenn du willst, kannst du hier bleiben. Morgen ist auch noch ein Tag und die Jungs gehen ja erst Mittags.“, schlug sie mir vor und lehnte sich an ihren Freund. „Wenn das so weiter geht, wohne ich ja bald ganz bei euch.“, meinte ich etwas lächelnd, was die Zwei erwiderten. „Also bis jetzt hätte ich ja nichts dagegen.“, kicherte Sara.

Wir hatten noch eine Weile gequatscht, bis wir dann ins Bett gingen. Sara hatte mir wieder eins ihrer Nachthemden geliehen. Es war ein Weinrotes mit schwarzer Spitze. Irgendwo im Haus hörte ich Sara reden. Die Zeit wollte einfach nicht vergehen, während ich wach im Bett lag. Draußen war es schon Dunkel, wie feststellte. Irgendwann hatte ich aufgehört zu zählen, wie oft ich schon auf mein Handy geschaut hatte. Ich kam ja doch immer zu dem selben Ergebnis. Jedes mal musste ich feststellen, dass er ja doch nicht da war und Leere machte sich in mir breit. Ich seufzte auf, als ich erneut auf mein Handy sah. Es klingelte an der Haustür, was mich ziemlich verwunderte. Wer machten denn bitteschön nachts um 11 einen Besuch? Kurz darauf hörte ich zwei Menschen reden, doch dann verstummten sie wieder. An die Decke starrend fragte ich mich, was da vor sich ging. „Hier.“ –„Danke, Sara.“, hörte ich die zweite Stimme flüstern und kurze Zeit später fuhr ich erschrocken in die Höhe, als es an der Tür klopfte. „Kate, bist du noch wach?“ Wieder dieses Flüstern und allmählich dämmerte es mir. Aber das konnte doch nicht... Zögernd stand ich auf und machte mich auf den Weg zur Tür. Als ich sie einen Spalte geöffnet, lugte ich hindurch und tatsächlich, er war es. „Fer-Fernando?“, fragte ich verwundert und öffnete die Tür schließlich ganz. „Fernando, was tust du hier?“

„Perdón, wenn ich dich geweckt hab. Oh Gott, ich bin so froh dich endlich gefunden zu haben. Ich hab dich überall gesucht.“, redete er drauf los und kurz darauf zog er mich schon in seine Arme. „Ist alles in Ordnung? Ich hab mir solche Sorgen gemacht. Und dann war auch noch dein Handy nicht erreichbar...Sara war meine letzte Hoffnung. Ich wüsste nicht was ich getan hätte, wenn sie gesagt hätte, dass du nicht bei ihr bist. Daheim warst du auch nicht...Oh ich bin so froh dich endlich gefunden zu haben.“ Ziemlich verdutzt sah ich nun zu ihm und drückte dich etwas weg von ihm., um ihm ernst in die Augen zu gucken. „Fernando, warum hast du mir nicht gesagt, dass du ne Freundin hast? Verdammt, wenn ich mir überlegen...wenn sie wüsste, dass ich mit dir im Bett geschlafen habe. Dios. Fernando was sollte das? Wie kommst du überhaupt darauf mich zu suchen?“ Jetzt wo ich darüber nachdenke. Woher wusste er eigentlich, dass ich da war? Die Frau kannte mich ja nicht. „Sergio kam besorgt zu mir und fragte mich ob ich mich mit dir gestritten hab. Du hättest ziemlich durch den Wind ausgesehen und er wollte wissen, ob bei mir alles okay ist.“ –„Wie du siehst geht’s mir gut, also was willst du noch?“, entgegnete ich ihm etwas zickig und ihm nächsten Moment tat es mir schon leid, da er verletzt zu Boden schaute und antwortete:„Ich glaube es gibt ein Missverständnis zwischen uns. Die Frau die du gesehen hast, ja, sie ist meine Freundin, aber nicht so eine für die du sie hältst.“ Wie bitte? Himmel, war das so kompliziert oder versteh ich es einfach nicht? Er sah wieder auf und mir direkt in die Augen, anschließend ging ich einen Schritt auf ihn zu. „Sie heißt Olalla und ich kenne sie schon seit meiner Jugend. Wir waren schon immer gut befreundet, aber in letzter zeit haben wir uns selten gesehen. Sie wollte mich überraschen und besuchte mich. Dass du sie missverstanden hast und dich in so eine Situation geritten hat, tut ihr leid. Ich kam noch nicht dazu ihr von dir zu erzählen, deshalb dachte sie wahrscheinlich du seist ein Groupie.“ Ich sah ihn irritiert und zu gleich etwas belustigt an. „Sehe ich aus wie ein Groupie?“ Auch Fernando lächelte etwas, doch man sah ihm den Wehmut sichtlich an. „Also für mich nicht.“ Ich musste lächeln. Er sah so süß aus und wenn es stimme, was er sagte...Ach was denke ich denn da? Klar stimmt das. Ich mein, es ist Fernando und mal ehrlich, der ist doch nicht der Typ für solche Intrigen. Aber es war alles schon eine komische Situation gewesen. „Du musst morgen gehen.“ –„Ja.“ –„Ach, Fernando, ich war so blöd. Ich habe mich heute echt doof verhalten. Es tut mir Leid. Ich wollte das nicht.“ –„Kate, alles halb so wild. Komm her.“ Fernando breitete die Arme auf und kam mir einen Schritt entgegen. Auch ich ging auf ihn zu und fiel ihm schon regelrecht in die Arme. „Fernando, es tut mir so Leid.“ –„Es ist ja alles noch mal gut gegangen und das nächste Mal fragst du mich einfach gleich.“ –„Ja, aber heute morgen...Dafür konntest du auch nichts.“ –„Hey, das macht nicht. Heute morgen lagen dir sicherlich noch die Szene mit Cristiano in den Knochen, aber das ist jetzt vorbei. Kleine, Kopf hoch. Wir bekommen das hin. In drei Tagen, bin ich wieder da. Tut mir bitte nur ein Gefallen.“ Ich wischte mir eine Träne weg, welche zwischenzeitlich angefangen hatten sich zu zeigen und sah zu ihm auf, die Arme immer noch fest um ihn geschlungen. „Was?“ –„Schenk mir ein Lächeln.“, meinte er und ja er lächelte. Oh, cielo und wieder einmal siegte mein Herz über mein Verstand. Ich legte eine Hand auf seine Wangen und erfüllte seine Bitte. „Du bist süß.“ Ups, na ja was soll’s. Es war die Wahrheit, aber komisch war’s schon irgendwie es zu sagen. „Du auch.“, lächelte er und sah auf die Stelle oberhalb meiner Brust. Nun erhob sich ein seiner Hände und bewegte sich ebenfalls in die Richtung. „Du trägst sie ja immer noch.“ Man sah es ihm an, dass er sich sehr darüber freute, weshalb ich lächelte und instinktiv zu dem Anhänger griff. „Klar, was dachtest du denn? Ich find sie schön und außerdem ist sie von dir.“ Oh, da war seine Hand ja auch. Ein Wärmeblitz durchzuckte mich, als sich unsere Hände berührten und ich schaute etwas erschrocken in seine Augen. „Das freut mich...es bedeutet mir echt viel. Du siehst in dem Nachthemd echt gut aus.“ Nein, mist, ich werde rot. Schnell die Tür zumachen, dann sieht man es in der Dunkelheit nicht. Kaum hatte ich die sie geschlossen, da machte Fernando die Nachtischlampe an. Tat er das mit Absicht?, stellte ich mir die Frage und lachte innerlich. „Wenn du nicht willst dass ich dich so sehe musst du es nur sagen.“ –„Ach, komm schon. Da gibt es schlimmeres, außerdem habe ich schon neben dir geschlafen.“, lachte ich und setzte mich neben ihn aufs Bett. „Ist neben mir schlafen was gutes oder was schlechtes?“, fragte er und grinste mich frech an, weshalb ich lachte. „Also mich hat es nicht gestört.“ Ich wollte auf mein Handy sehen, um zu gucken wie viel Uhr es war und stellte dabei fest, dass ich gar kein Empfang hatte. „Verdammt, ich hab hier kein Empfang. Kein Wunder konntest du mich nicht erreichen.“ –„Das ist jetzt egal. Wir haben das geklärt und jetzt lass uns nicht mehr darüber nachdenken.“ Ich lächelte ihn an und legte mein Handy wieder weg. „Es ist schon spät, wir sollten schlafen. Sonst verschläfst du morgen noch den Abflug.“ Wir grinsten uns an und ich legte mich hin, stützte jedoch meine Kopf auf meine Hand und beobachtete ihn. Er zog sein Spanienpulli aus und sein Sixpack komm zum Vorschein. Gleich gehört er wieder mir. Gleich liegt er neben mir und dann gibt es nur uns Zwei. Kurze Zeit später folgte seine Jeans und er stellte sich vors Bett. Lächelnd lies er seinen Blick von meinen Füßen an, an mir entlang gleiten und stoppte bei meinen Augen. „Du bist wunderschön, weißt du das?“ Ich nickte und lies ihn nicht aus den Augen. „Jetzt schon.“ Dann krabbelte er zu mir ins Bett, betrachtete mich dabei aber nochmals von oben bis unten. Bitte, lass uns nie wieder streiten, Fernando. So ist es doch viel schöner. Seine Hand zog die Decke über uns und legte sich anschließend auf meine Hüfte. Er begann mit seiner Hand meine Taille und meine Hüfte zustreicheln. Einen Moment lang blieben wir so liegen und sahen uns stumm in die Augen, dann beugte ich mich zu ihm und flüsterte:„Wollten wir nicht schlafen?“ Er grinste nur und eine Sekunde später spürte ich den sanften Druck seiner Lippen auf meiner Stirn. „Gute Nacht.“ Und dann erlosch das Licht. „Gute Nacht, Fernando.“ Ich lies es mir nicht nehmen und drückte ihm ebenfalls einen Kuss auf die Wange, da ich jedoch nichts sehen konnte, kam ich verdächtig nahe an seine Lippen. Ups. Es schien ihn nicht zu stören, denn ein Arm schlang sich um mich und zog mich zu sich. Ich fass es nicht. Gerade stand ich so kurz davor und dann hätte ich ihn geküsst. Es wäre unabsichtlich passiert, aber es wäre passiert. Aber, Himmel, ich kann es nicht glauben, ich habe ihn gerade tatsächlich geküsst. Nur auf die Wange, aber ich habe es getan. Ich habe mich getraut. Mit diesen Gedanken schlief ich glücklich ein.

„Fernando, musst du wirklich in den Flieger steigen?“, traurig sah ich ihm in die Augen, dann legte er seinen Finger unter mein Kinn und hob es an. „Süße, wir sehen uns in ein paar Tagen wieder. Ich werde dich vermissen, aber bevor ich gehe...also...du weißt ich kann mich nicht gut ausdrücken...von daher denke ich das trifft es am Besten.“ Die große Flughafenhalle kam mir auf einmal unglaublich leer vor, als er seine Hände auf meine Wangen legte und mich zu sich zog. Sehnsüchtig schloss ich meine Augen. Ein dumpfer Schlag.

Erschrocken fuhr ich hoch und saß nun aufrecht im Bett, Fernando lag neben mir und sah mich lachend an. „Du bist ganz schön schreckhaft, weißt du das?“ –„Du etwa nicht? Was war das?“ –„Hat sich so angehört, als ob jemand etwas fallen gelassen hat. Komm, leg dich wieder hin.“ Er fuhr mit seiner Hand neben sich auf dem Bett auf und ab, worauf hin ich mich dann wieder hinlegte und etwas entspannte. Ich legte mich auf die Seite, die Hände flach unter meinen Kopf und sah ihm in die Augen. Er begann mit ein paar Strähnen meiner Haare zu spielen und lächelte gedankenverloren. „Ich schätze das wird mir die nächsten Tage fehlen.“ –„Was?“ –„Morgens neben dir aufzuwachen und das Erste was ich sehe, ist dein Lächeln.“ Kann der Gedanken lesen? Er spricht mir aus der Seele. Wenn ich jetzt an die nächsten tage denke...ich werde die Sekunden zählen, bis er wieder da ist. Ich werde jeden Atemzug an ihn denken und ja, verdammt, ich werde ihn vermissen. „Wann müssen wir los?“ –„Wir?“, fragte er verwundert und sah mich etwas verdutzt an. „Dachtest du, ich lasse dich alleine zum Flughafen fahren?“ –„Sagen wir, ich hätte nicht damit gerechnet.“, grinste er jetzt und seine Hand fand den Weg zu meinem Schlüsselbein und fuhr an ihm entlang. Seine Berührung hinterlies eine Gänsehaut bei mir, welche mir jedoch gefiel, wie ich grinsend feststellen musste. „Glaubst du Sara und Iker warten darauf, dass wir aufstehen?“, kam mir plötzlich in den Sinn. Wie viel Uhr war es überhaupt? „Keine Ahnung. Das wissen wir nur wenn wir jetzt aufstehen...Du willst, dass wir jetzt aufstehen, richtig?“, grinste er, weshalb ich ebenfalls grinsend nickte. „Na gut, dann tun wir das eben.“

„Buenos dias.“, sagte Fernando, als wir die Küche betraten. Er hatte seinen Arm um meine Schulte gelegt und wir lächelten um die Wette. Sara lehnte sich mit dem Rücken an der Theke an und trank eine Tasse Kaffe. „Oh, hab ich euch aufgeweckt? Das tut mir wahnsinnig leid, aber mir ist was runtergefallen.“ –„No, hast du nicht. Fernando, bevor wir zum Flughafen fahren, können wir da kurz bei mir daheim vorbei? Ich würde mich gern noch umziehen und ein bisschen...Ach, du weißt schon, dass übliche eben.“, grinste ich. „Klar, können wir machen, dann müssen wir hier aber ein bisschen früher los. Ich muss nämlich noch packen.“ –„Oh, da sagst du was. Iker ist schon mittendrin und ich sag dir, wenn Männer alleine packen, endet das in einem Chaos.“, lachte sie, drückte sich von der Theke ab und holte 2 weiter Tassen aus dem Regal, während sie begann weiterzusprechen,„Wenn ihr wollt, dann holen wir euch nachher am Hotel ab. Wir könnten ja gemeinsam zum Flughafen, dann kannst du dein Auto am Hotel lassen und musst es nicht am Flughafen abstellen. Das sind nur unnötige Kosten. Wollt ihr auch einen Kaffe?“ –Si, gerne. Ja, das könnten wir so machen. Hey, ich brauch das Auto in den nächsten Tagen eh nicht, wenn du willst, kannst du es so lange benutzen.“ –„No, nachher gewöhne ich mich noch an den Luxus.“, lachte ich und nahm ebenfalls eine Tasse Kaffee. „Nein, im ernst, Fernando. Ich kann nicht einfach deinen Wagen nehmen und damit durch Madrid fahren. Nachher passiert irgendwas oder ich mache einen Kratzer rein und...Oh Himmel, was soll ich Sophia erzählen oder sonst wem, wenn die fragen von wem der Wagen ist.“ –„Sag ihnen einfach das ein Freund es dir geliehen hat. Dir wird da schon was einfallen.“, neckte er mich und stupste mir in die Seite. Irgendwann stieß Iker zu unserer netten Runde und bat Sara um Hilfe, weil er irgendetwas einfach nicht finden konnte, deshalb verabschiedeten Fernando und ich uns bei ihnen und fuhren los.

Wir waren kurz bei mir, wo ich mich umzog, die Zähne putzte und ein bisschen Make-up benutzte. Ich hatte noch meine Katze gefüttert und einen kurzen Plausch mit Sophia gehalten, dann sprintete ich die Treppen schnell runter. Fernando hatte im Auto gewartet, da das Risiko zu groß war, dass Sophia ihn erkannte. Wir waren schon im Aufzug seines Hotels, als ich ihm eine Frage stellte, die mir mal in den Sinn kam:„Warum wohnt Sergio eigentlich im Hotel? Ich meine, er wohnt doch sowieso in Madrid.“ Fer begann zu lachen und griff nach meiner Hand. „ich glaube so direkt weiß das keiner, da musst du ihn wohl selbst fragen. Man vermutet ja, er hätte Angst gehabt, dass wir ohne ihn auf ne Party gehen oder das er sonst was verpasst, aber vielleicht empfand er es einfach für praktischer gleich in der Nähe zu sein, falls etwas ist oder er wollte einen Tapetenwechsel.“ –„Ich sehe schon, viele Gerüchte, keine Beweise.“, grinste ich, während wir den Aufzug verließen und zu seinem Zimmer liefen.

„Also, was brauchst du alles?“ Fragend stand ich neben Fernando, welcher vereinzelt ein paar Klamotten in die schwarze Sporttasche packte. „Ich schaff das schon. Endspann dich.“, grinste er und wühlte im Schrank. „Ja, ja. Keine Angst, wenn du weg bist, habe ich ganz viel Zeit mich zu entspannen.“, meinte ich grinsend und stellte mich neben ihn. „Dios, was tust du da? Das sieht ja aus wie auf nem Schlachtfeld.“ Ich konnte nicht anders und musste laut loslachen. „Was hast du den? Das ist eben meine Methode.“, grinste er mich an und strich mir sanft über die Wange. „Weißt du was? Geh du ins Bad und pack deine Sachen dort zusammen und ich bring hier so lange Ordnung rein. Okay?“ –„Sie.“ Eine viertel Stunde später war seine Tasche voll mit allem Notwendigem und der Schrank wieder aufgeräumt. „Kate, du bist die Beste. Ich dachte das Chaos bekomm ich nie mehr unter Kontrolle.“, lachte er und legte seine Arme um meine Hüfte. „Hey, perfektes Timing. Gleich müssten Sara und Iker da sein.” –„Ach, bevor ich’ vergesse. Ich wollte dir ja meinen Schlüssel geben.“ –„Moment. Welcher Schlüssel?“ Doch Fernando war schon weg und kam nach einiger zeit wieder. „Hier, das ist der Autoschlüssel. Parkdeck 1 auf dem 9. Platz, aber das Auto müsstest du ja erkennen. Und das ist die Schlüsselkarte für das Zimmer.“ –„Oh, stopp, stopp, stopp. Du willst mir nicht gerade wirklich deine Zimmerkarte geben?“ –„Doch, vielleicht brauchst du es ja.“ –„Du weißt aber schon, dass ich hier dann, was weiß ich, was machen könnte.“ Er fing an zu lachen und legte seine Hand auf meine Wange. „So weit vertrau ich dir und selbst wenn, was willst du denn hier so anstellen?“ Ein freches Grinsen zierte seine Lippen und dann klopfte es an der Tür. „Also?“ –„Na gut, ich nehme sie. Aber du weißt schon, dass hier keinen Schritt reinmachen, wenn du nicht da bist.“ –„Ich hatte nichts anderes erwartet.“ Nun legte sich auch seine andere Hand auf meine Wange, zog mich zu sich und hauchte mir einen Kuss auf die Stirn, anschließend vernahm ich ein erneutes Klopfen an der Tür. Ich nahm seine Hand und zog ihn sanft hinter mir her zur Haustür und öffnete diese. „Hola, chica. Seid ihr fertig?“ –„Klar, was dachtest du denn?“, antwortete ich auf Saras Frage. „Super, dann lass uns gehen.“ –„Du kannst es wohl kaum erwarten bis du uns los bist.“, lachte Fernando, nahm seine Sporttasche und lief mit mir an ihr vorbei. Sara stemmte die Hände in die Hüfte und tat gespielt empört: „Fernando, ich bitte dich. Wenn ihr nicht mehr da seid, fehlt mir ja jemand der mich zum lachen bringt.“ –„Ich bin ja noch da und wird mein bestes versuchen.“ –„Super. Oh man, das hatte ich ja total vergessen. Ist echt ungewohnt.“, meinte sie gedankenverloren, während sie neben uns lief. „Was ist ungewohnt?“ Sara war so in Gedanken, dass ich glaubte sie hatte mich überhaupt nicht wahr genommen, doch nach einiger Zeit bekam ich eine Antwort. „Es ist ungewohnt dass du da bist. Eigentlich kenne ich Fernando nicht im Doppelpack, wie seine letzte Freundin...Na ja, sagen wir ich hatte nicht gerade das beste Verhältnis zu ihr. Und jetzt, da bist du da. Und nicht nur er hat jetzt eine Freundin, sonder gleichzeitig auch ich. Verstehst du?“ –„Nein, eigentlich nicht wirklich.“ Sie seufzte auf und lies niedergeschlagen den Kopf hängen. „Ich denke, sie will damit sagen, dass sie froh ist dich durch mich kennen gelernt zu haben und das sie sich noch nicht ganz da drauf eingestellt hat eine neue Freundin zu haben. Hab ich dich da richtig verstanden?“ –„Si“, lächelte Sara uns an, als wir in die Lobby traten. „Ach, Sara, du bist süß. Das ist echt leb von dir.“ Du weiß gar nicht wie viel mir das bedeutet. Glücklich grinste ich sie an und suchte ihre Hand.

Wir erreichten Iker, welcher an sein Auto lehnte. Als er uns bemerkte, stieß er sich ab und schloss den Kofferraum auf. „Hey, schön euch zu sehen. Schmeiß deine Tasche einfach hinten rein.“ Gesagt getan. Fernando und ich setzten uns auf die Rückbank des schwarzen Audi Q5. Wir fuhren ca. eine viertel Stunde bis wir an Madrids Flughafen ankamen und um so näher wir ihm kamen um so ein mulmigeres Gefühl machte sich in mir breit. Ich verstand das gar nicht, da ich ja schließlich was gegessen hatte, also woher diese Leere in mir? „Alles okay?“, vernahm ich ein Flüstern an meinem Ohr. Fernando hatte einen Arm um meine Schulter gelegt und schaute mich besorgt an. Ich nickte stumm und lächelte ihn an. Und plötzlich ging alles ganz schnell. Wir standen in der großen Halle des Flughafens. Um uns herum viel unbekannt Menschen, vereinzelt ein paar Spieler, ihre Freundinnen und ihre Familie. Es wirkte bei manchen schon faste wie Routine, andere kam sogar allein und in diesem Moment taten sie mir Leid. Selbst wenn Ronald einer von ihnen gewesen wäre. Wie komme ich jetzt bitte auf Ronaldo? Egal, was ich eigentlich sagen wollt ist, dass sie mir leid taten. Sie sahen hier, wie viele von ihren Lieben verabschiedet werden und wissen das daheim jemand auf sie wartet, aber andere waren alleine. Fühlten sie sich auch alleine? Verloren in mitten der vielen Menschen? Ich weiß dass das geht. Hab es selber schon erlebt. Aber jetzt geht Fernando und ich bin diejenige, die ihn verabschiedet und von der er weiß, dass sie auf ihn wartet. Weiß er das wirklich?
Fernando stand mir gegenüber und sah zu Boden, seine Tasche hatte er über die Schulter gehängt. Ich stürmte auf ihn zu, so weit dies ging, da nur einige Zentimeter zwischen uns waren und schlang meine Arme um ihn. Ich drückte ihn fest an mich und schloss krampfhaft meine Augen, als ich meinen Kopf auf seine Brust legte. Gleichzeitig hörte ich wie seine Tasche auf den Boden fiel und zwei starke Arme mich umarmten. „Fernando, pass bitte auf dich auf.“ Zärtlich strich er mir über meinen Kopf und hauchte mir einen Kuss auf den Scheitel. „Keine Angst, dass werde ich. Ich muss ja schließlich wieder kommen, um mein Versprechen einzulösen.“ Etwas irritiert sah ich zu ihm auf. Er lächelte mich aufmunternd an und fuhr mir erneut durch die Haare. „Ich hab dir doch versprochen, dass ich auf dich aufpassen werde und das werde ich auch einhalten.“ Ich musste ebenfalls lächeln und sah aus dem Augenwinkel, wie Sara Iker um den Hals fiel und ihm einen dicken Kuss gab. „Du wirst mir fehlen.“ –„Du mir auch.“, meinte er und begann breit zu Grinsen. „Und wenn du das nächste Mal mir einen Kuss geben möchtest, solltest du dich entscheiden wohin, dann hätte ich auch reagieren können. Oh, verdammt. Ich wurde verdammt rot und fühlte mich Unbehagen. Mittlerweile nahm ich niemanden mehr um uns herum wahr. Auch die Durchsagen, welche die Passagiere, also auch Fernando, aufforderte in das Flugzeug zu steigen. Eben dieser begann erneut zu lachen und nahm mein Kinn in seine Hand. „Du brauchst doch nicht rot werden, auch wenn das ziemlich süß aussieht. Ich wollte es nur mal sagen.“ –„Letzte Durchsage für den Flug 775 nach Berlin. Wir bitten alle Passagiere sich ins Flugzeug zu begeben. Ich wiederhole, alle Passagiere des Fluges 775 nach Berlin bitte in den Flieger einsteigen.“ –„Ich schätze du muss gehen.“ –„Ja, tut mir Leid. Wenn ich wiederkomme, holst du mich dann ab?“ –„Klar. Ich werde hier sein und auf die warten.“, lächelte ich ihn an und er zog mich näher zu sich. „Gracias. Hasta la vista.“ Fernando beuge sich zu mir und legte seine Lippen erst auf meinen Scheitel, dann auf meine Stirn, dann sah ich zu ihm auf und grinste. “Fernando, nur damit du informiert bist, ich werde dich jetzt auf die Wange küssen.“ Er begann zu lachen, doch das brachte mich nicht davon ab, dass gesagte durchzusetzen. „Hasta la vista.“
Schweren Herzens sah ich ihm nach, wie er auf einen der Terminals zusteuerte. Er zeigte der Stewardess sein Tickte, welche ihn dann durch lies, anschließend drehte er sich noch mal um und lächelte mir zu. Ich winkte ihm, doch dann musste er gehen. Traurig schlang ich meine Arme um mich und zuckte etwas, als ich eine Hand auf meine Rücken spürte. „Muss schwer für euch sein. Ich meine, ihr lernt euch gerade erst kennen und dann muss er gehen.“ Ich zuckte mit den Schultern, konnte an der Situation ja nichts ändern. „Da hast du recht. War es bei dir und Iker genau so?“, fragte ich in Gedanken und den Blick immer noch starr gerade aus gerichtet. „Nein, nicht wirklich. Da wir beide in Madrid lebten, stellte das nie ein Problem für uns da. Als er das erste mal Auswärts musste, waren wir schon ein Weilchen zusammen, aber es war trotzdem ungewohnt.“ Sie strich mir am Rücken entlang und sah mich mitfühlend an. „Wenn du irgendjemand zum reden brauchst, kannst du gerne zu mir kommen. Auch wenn du Fragen hast oder was weiß ich was ist, du kannst ruhig kommen. Auch wenn du dich vielleicht alleine fühlst oder du einfach ein bisschen Abwechslung willst.“ Ich wendete jetzt lächelnd den Blick zu ihr: „Gracias, Sara. Ich werde drauf zurückkommen. Danke, dass du da bist.“ Ich zog sie in meine Arme und wir blieben so einige Momente stehen. Irgendwann zwischendurch spürte ich mein Handy in meiner Hosentasche vibrieren.

Wir waren auf dem Weg zurück zum Auto, während ich auf mein Handy schaute. Es war eine SMS von Fernando.

Hey,
Iker hatte schon Angst ich würde nicht mitfliegen und hat mir deswegen eine Standpauke gehalten ;) Auch die Stewardess war nicht gerade begeistert, dass ich erst so spät kam. Ich melden mich sobald wir gelandet sind.
Ich werde dich vermissen.

Oh, ja. Ich werde ihn auch vermissen. Und wie ich ihn vermissen werde. Man könnte meinen ich hätte jetzt mein normales Leben wieder, doch damit liegt man falsch. Es würde nie mehr so werden, wie es war, bevor ich Fernando kennen gelernt habe. Aber das wusste ich ja schon, oder? Meine Aufgaben bestand nun also darin mich in meinem neuem Leben zurecht zu finden. In einer etwas anderen Welt, mit einer neuen Freundin und Fernando. Doch er ist für die nächste Zeit nicht da...