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Stummer Schrei nach Liebe
Die Vampirjägerin geht um. Und dieses Mal legt sie sich mit einem der Vampirfürsten an, der bereits einige Jäger auf dem Gewissen hat...
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Kapitel 5"Wie... wie kannst du kämpfen, obwohl du... du..." Er konnte keinen klaren Gedanken fassen. Zu vieles began sich in seinem Inneren zu regen... "Obwohl ich blind bin? Ich sehe mehr, als du denkst. Nur eben nicht so wie du." In ihrer Stimme schwang ein vorwurfsvoller Ton, der Kian noch schwerer traf. Kian strich sanft über ihre Wange und Gabrielle spürte einen sanften Schauer. "Wer hat dir das angetan?" Es war mehr ein Flüstern, doch es erweckte in Gabrielle längst verdrängte Erinnerungen. "Ich war noch klein, als es passierte. Unsere Eltern gingen mit uns in ein Ferienhaus damit wir ein paar Tage in der Natur sein konnten. "Eines Abends klopfte ein Mann an der Türe und bat um Hilfe. Sein Wagen wäre liegen geblieben. Meine Mom bat ihn herein und das Unheil nahm seinen Lauf. Er tötete einen nach dem anderen. Mich und meine Schwester fand er als letztes. Er packte zuerst sie und began, sie auszusaugen, bis ich ihm einen Baseballschläger überzog. Aber er nahm mir den Baseballschläger nach dem ersten Schlag ab und stach mir die Augen aus. "Es war Glück, dass Michael in diesem Moment kam, er rettete mir das Leben. Für meine Schwester kam jede Hilfe zu spät." Gabrielle schluckte schwer und eine weitere Träne ran ihre Wange hinunter. "Michael brachte mich zu einer Heilerin. Sie tat ihr möglichstes, aber meine Augen waren nicht mehr zu retten. Alles was sie für mich tun konnte, war um eine Gabe zu flehen." Kian war tief getroffen. Natürlich hatte er schon viele Geschichten gehört, solche Dinge selbst erlebt. Doch nie aus dem Blickwinkel des Opfers. Jetzt, da dieses Mädchen ihm ihre grausame Geschichte offenbart hatte, verspürte er zum ersten mal so etwas wie Reue. Auch er hatte schon ganze Familien ausgelöscht. Aus reinem Spaß. Zum ersten Mal in seinem ganzen verdammten Leben verstand er den Schmerz, den er verursacht hatte. Und schlagartig wurde es ihm klar. Dieses Mädchen war mehr wie eine Jägerin, sie war sein Gewissen, dass er all die Zeit nicht vermisst hatte. Sie war sein Leid, dass er nie verspürt hatte. Sie war all das, was er nie ersehnt hatte und ihm doch immer fehlte. Sie war seine Seelengefährtin. Langsam, ganz langsam spürte Gabrielle die Veränderung in ihm. Er hatte sie verstanden! Und wieder spürte sie, wie ihr Herz zu rasen schien als er sanft seine Hand an ihrem Hals entlang gleiten lies. Es war ein verboten süßes Gefühl, dass sich ihn ihr regte und es wurde immer schwerer sich zu beherrschen. Sie durfte es nicht zulassen, er hatte sie schon viel zu weit gebracht! Zwischen Jäger und Vampir gab es nichts außer den Tod. Ruckartig drehte sie den Kopf von ihm weg und unterdrückte den Schmerz in Hals und Schulter. Sie richtete sich auf und stieß seine Hand weg, als er ihr Hilfe anbot. Das würde sie schon selbst schaffen. "Was ist mit dir?" Kian erkannte, wie bedrückt seine Stimme klang und konnte nicht fassen, wie weit er bereits gegangen war. Eine Jägerin und ein Vampir, das würde nie gut enden. Aber in diesem Moment war ihm alles egal, nur sie zählte. All die Jahre hatte er alleine verbracht. Auch wenn er es nicht zugegeben hatte, immer hatte etwas zum vollständigen Glück gefehlt. Keine seiner Beziehungen hielt besonders lange. Und wenn, dann war es nicht die Liebe, die sie zusammen hielt, sondern das Verlangen und die Lust. Aber Gabrielle war anders, vollkommen anders. Sie wirkte so zerbrechlich als sie mit Mühe aufstand um zu gehen und doch wusste er, dass sie jeden Angreifer vernichten würde, der ihr zu nahe kam. Zumindest wenn sie unverletzt war. Jetzt ging sie jedoch schwerfällig auf die Türe zu, in die gerade ein Schatten getreten war. |
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