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Autor:
BrokenToyz
Rubrik: Depression
Leser: 51
Länge: 1.602 Wörter
Änderung: 20.06.2010
14:00 Uhr
Abonniert:   noch nicht
5 Rezensionen
Wertung:  
4.8 (Stimmen: 4)

Pictures of heaven( Engel fliegen einsam)

Eine traurige Geschichte über einen Jungen, der glaubt ein Engel zu sein. Ständig will er sich umbringen, will zurück in den Himmel. Doch immer wieder wird er von seinem Bruder Alex aufgehalten. Doch was passiert wenn dieser auf einmal Albträume bekommt und merkt das sein Bruder recht hat? ( Eine Kurzgeschichte in 2 Teilen)
Fortschritt: 50%

Inhaltsverzeichnis Einklappen

  1. Vielleicht
  2. Verdammt

Vielleicht

- Aus der Sicht des Jungen der glaubt ein Engel zu sein-

Ruhig ging ich durch mein Zimmer, meine braunen Haare fielen mir ins Gesicht. Wieder strich ich sie zurück. An den Wänden hingen viele Bilder. Bilder vom Himmel, denn ich war ein Engel. Nur das im Himmel kein Platz mehr für mich war. Wieder sah ich aus dem Fenster, der Himmel war wunderschön, ganz wolkenlos. Sofort holte ich meine digital Kamera und machte ein Foto. ich lud es auf meinen PC und druckte es aus. Es war so wunderschön. Dann wollte ich das Bild an die Wand hängen, doch dann sah ich dass an der Wand kein Platz mehr war. Nicht einmal mehr an der Decke, das Fenster wollte ich nicht zukleben. Den Himmel wollte ich immer sehen, ich durfte nicht vergessen. Durfte nicht vergessen wer ich war, wo ich wirklich hingehörte. Diese Welt war kein Ort für mich. Es kam mir immer vor als ob die Menschen blind währen, sie sahen nicht was sie taten. Sie nahmen keine Rücksicht, nicht auf sich und nicht auf andere. Vielleicht wussten sie es nicht besser, aber wahrscheinlich interessierte es sie nicht. Sie beschimpften sich gegenseitig statt sich aus dem Weg zu gehen. Die Menschen dachten nicht nach und beklagten sich danach über ihr Schicksal. Dabei hatten die Menschen ihr Leben selber in der Hand, doch sie warfen es weg. Die Menschen hofften dass irgendjemand ihr Leben für sie lebte, das jemand alles in Ordnung brachte. Doch das tat niemand und dann verzweifelten die Menschen, doch auch dann wollten sie sich nicht helfen lassen. Immer wollten die Menschen alles alleine machen. Sie sagten sie müssten alles alleine machen und es war ihnen sehr unangenehm wenn ihnen jemand half. Doch dabei konnte man viele Sachen viel besser zu zweit machen, man konnte sich gegenseitig helfen.

Ich verstand die Menschen nicht. Sooft hatte ich ihnen helfen wollen, doch immer erntete ich ur verachtende Blicke. Egal was ich auch sagte, niemand hörte zu oder man verstand mich nicht. Freunde hatte ich nicht, obwohl ich gerne welche hätte. Ein Klopfen holte mich aus meinen Gedanken. " Silvio, kommst du nun endlich?" Hörte ich meinen Bruder Alex sauer rufen. " Ich komme Alex." Sagte ich und schritt durch die Tür. Verwirrt sah mich mein Bruder an und fing an den Kopf zu schütteln. Was hatte er den? " Nimm die Flügel ab, Bruderherz. Du machst dich nur wieder vor versammelter Mannschaft zum Deppen. Was sollen die Leute den von dir denken?" Ich sah auf meine Flügel, die ich mir immer um den Rücken schnallte, sie waren so wunderschön. Nicht weiß sondern schwarz, denn ich war ja ein gefallener Engel. " Ich nehme sich nicht ab. Ich vergesse sonst was ich bin und das darf ich nicht." Sagte ich und das meinte ich ernst. Den ab und zu vergaß ich es und glaube wirklich ein Mensch zu sein. " Hör endlich auf Silvio, du bist kein gefallener Engel. Es gibt überhaupt keine Engel. Du bist nur anders, weil du das glaubst. Hör auf es zu glauben und du bist normal." Sagte er im harten Ton. Alex verstand es nicht, wie sollte er auch? Er war blind, sah die Welt genauso wie ich es vorhin beschrieben hatte. Für die Wirklichkeit war bei ihm kein Platz.

" Hallo Silvio, wird das jetzt noch mal was oder soll ich morgen wieder kommen? Na gut, dann lass die Flügel eben dran. Aber wundere dich nicht, wenn wieder alle doof schauen." Ich nickte und folgte ihm. immer folgte ich ihm, egal wohin er ging. Vielleicht führte es mich in den Himmel.
Vielleicht half es mir die Menschen zu verstehen. Vielleicht half es meinem Bruder zu erkennen was ich ihn lehren wollte. Wieder wurde ich aus meinen Gedanken gerissen." komm wir boxen gegeneinander." Sagte mein Bruder, denn entzwischen waren wir im Sportclubhaus angekommen. ich schüttelte den Kopf. Warum sollte ich gegen ihn kämpfen? Er war doch nicht mein Feind. Er war mein Bruder und ich wollte ihm nicht wehtun. Das war schon wieder etwas was ich bei Menschen nicht verstand, sie taten sich zum Spaß gegenseitig weh. Verrückte Leute.

Ich sah mich im Gebäude um, wo war Alex? Immer verschwand er einfach und ließ mich alleine. So was war mir im Himmel nie passiert. unruhig und suchend ging ich durch das Gebäude. Auf einmal kam ich in einen dunklen Raum, wo Seile mit Schlingen von der Decke hingen. Die waren dafür da um Klimmzüge zu machen, doch nun würden sie eine andere Verwendung bekommen. Immer suchte ich nach einer Möglichkeit mich umzubringen, denn ich wollte ja zurück. Leise holte ich mir einen Stuhl, mein Bruder sollte mich nicht schon wieder aufhalten. Gerade wollte ich mir die Schlinge um den Hals zum, als mein Bruder mich mit voller Gewalt vom Stuhl riss. Ich viel auf den harten Boden. " Silvio, was machst du denn schon wieder für eine scheiße? Sobald man dich einmal für fünf Minuten aus dem Auge lässt versucht du dich umzubringen. Was ist den nur mit dir los?" Schrie er mich an. Das war auch komisch an Menschen, sie mochten sich nicht und sorgten sich trotzdem umeinander. Fragend sah mich mein Bruder an. " Aber ich will doch zurück, eure Erde macht mich krank. Ihr macht mich krank. Ihr handelt so sinnlos, ohne Grund und Verstand." Flüsterte ich leise. Er schüttelte nur den Kopf. Mein Bruder verstand es wieder nicht. Vielleicht begriff er es irgendwann. Doch langsam verlor ich den Glauben daran.