Same Procedure Everyday
Halli hallo! Hier mal etwas neues! Ich liebe criminal minds und habe fast alle folge verfolgt! Diese FF beginnt bei der letzten Folge der 4 Staffel! Ich habe die Folgen hauptsächlich auf English geschaut, also schlagt mich nicht wenn etwas anders benannt wird als in der deutschen fassung! Ich werde mich nur bedingt an die struktur der staffel halten...trotzdem hoffe ich das es euch gefällt!
Wie es meine Art ist werde ich immer die passende musik zu den kapiteln vorschlagen ob ihr sie hört oder lieber selber eueren mp3 anschmeißt ist ja immer noch euch überlassen!
Viel Spass beim Lesen
Music: Bloodlights - Bullshit on your mind
1. Same Procedure Everyday
Die Tür öffnen, den langen Flur mit dem blauen Teppich entlang, einmal nach rechts und ab in den Fahrstuhl. Der Fahrstuhl stoppte im richtigen Stockwerk, es klingelte leise, die Tür schwang auf und wieder ein blauer Teppich auf dem Boden, links entlang an der langen Glasfront, und ab durch die Tür mit der weißen Beschriftung. Zwischen den Tischen entlang und dann am hintersten Platz nehmen.
Es war wie jeden Tag, ich war mal wieder die erste. Kein anderer Spinner, der um diese Uhrzeit schon da war, und ich hatte schon wieder keine Ahnung wie ich alles in der Zeit schaffen sollte. So begann es jeden Morgen, ich wusste nicht was zu tun und trotzdem schaffte ich es immer, alles rechtzeitig und perfekt abzugeben, vorzubereiten oder auszugleichen.
Ich war schon seit einem Jahr in diesem Büro, dem Büro der BAU. Behavioural Analysis Unit. FBI, Federal Bureau of Investigation. Das waren alles große Namen, die große Taten versprachen, verbracht hatten und verbringen würden. Meine Aufgabe war die Papierarbeit, Organisation, Informationen heranschaffen, kopieren, markieren, Anrufe, Kaffeemaschine, Bagels mitbringen. Das alles war meine Aufgabe, meine Jobbezeichnung lautete, Assistant. Einfach nur Assistant. Ich hatte zwar die normale Aufnahmeprüfung hinter mir, war körperlich topfit, konnte ohne weiteres in den Außeneinsatz oder ins Profiling, doch ich saß hier, zwischen Akten und klingenden Telefonen, vor dem flackerndem Bildschirm. Ich hatte mein Studium in Kriminologie, Psychologie und Kulturwissenschaften mit eins abgeschlossen. Ich hatte Jobangebote aus aller Welt gekriegt, Diplomatenjobs, Pressesprecher, das alles hatte ich abgelehnt um hier zu sitzen. Es gab nicht einen Tag an dem ich mir nicht in den Arsch hätte treten können. Es war interessant hier, keine Frage doch war ich nicht dabei. Ich war daneben.
Ich sah mich durch die Akten, die von der Post direkt auf meinen Tisch befördert wurden. Ich würde sie aussortieren, die wichtigen würden bei J.J. auf dem Schreibtisch landen. Dann würde es weiter gehen, die Akten, der anderen Agents, die ihre Arbeit meist mehr schlecht als recht erledigten, mussten korrigiert und vervollständigt werden.
Die Sonne ging langsam auf, die zweite Tasse Kaffee stand vor mir, als das Telefon klingelte.
- BAU, Agent Fisher!
- Hier NYPD, Detective Tredner.
- Ah Detective Tredner…ich habe ihnen bereits gesagt, dass…
Detective Tredner saß in New York mit einem Fall, wegen dem er mindestens einmal die Woche anrief und das seit einigen Monaten. Immer wieder hatte ich ihm versichert, dass es sich bei diesem speziellen Fall, nicht um einen Serienmörder handeln würde, er war auch schon auf J.J.‘s Schreibtisch gelandet und sie war der gleichen Meinung gewesen. Ich sah wie Agent Hotchner durch die Tür kam und mir einmal grimmig zunickte, mit ihm hatte ich noch nicht viele Worte gewechselt. Er war immer sehr beschäftig und ignorierte mich seit ich hier war, es sei denn es ging um eine Akte oder einen Fall.
- Es kann doch nicht sein, dass es ihnen egal ist…
- Es ist mir nicht egal. Ich versichere ihnen, dass es hier bereits zu einer Prüfung des Falles kam, aber es handelt sich um eine Gang-Angelegenheit und das mit hundertprozentiger Sicherheit.
- Sagen sie das den Familien, deren Söhne nun im Grab liegen.
- Es tut mir Leid, Detective, aber wie gesagt, wir können hier nicht helfen!
- Mal wieder typisch, sie sind zu arrogant um sich um diesen Fall zu kümmern.
Ich verdrehte die Augen, es kam nicht einen Tag vor, den ich mich nicht mit so etwas auseinandersetzen musste. Agent Hotchner kam aus seinem Büro und sah in meine Richtung.
- Kaffee?
Sagte er mehr, als das er fragte. Ich nickte.
- Es tut mir Leid, Detective, aber ich habe hier noch zu tun. Wenden sie sich bitte an die Dienstleitung, wenn sie Hilfe brauchen. Einen schönen Tag noch.
Ich legte auf, verließ den Schreibtisch, ging zur Kaffeemaschine und setzte eine neuen Kaffee auf. J.J. oder eher Agent Jarreau kam zu mir.
- Guten Morgen. Ich brauch die Fallakten für den Benny-Fall.
Ich nickte wieder, ließ den Kaffee kurz ohne mich brühen und ging zu meinem Schreibtisch, griff zielgerichtet nach den Akten und ging zu Agent Jarreau.
- Ich hab mit den Behörden in Minnesota gesprochen, sie faxen die Sachen rüber.
Sagte ich und J.J. nickte, sie ging zu ihrem Büro. Natürlich wieder einmal kein Wort des Dankes. Ich nahm den Kaffee-Becher und ging zur Hotchners Büro, klopfte.
- Agent Hotchner!
Sagte ich. Er saß am Schreibtisch über einer Akte.
- Stellen sie ihn dahin.
Er deutete auf eine freie Stelle auf seinem Tisch ohne mich anzublicken.
- Haben sie mit Minnesota telefoniert?
Fragte er.
- Ja Sir, die Akten werden rübergeschickt. Sobald sie da sind, bringe ich sie…
- Gut, das wars!
Sagte er kühl und ich verließ das Büro, nur um das klingelnde Telefon an meinem Schreibtisch zuhören. Auf dem Weg kam mir Dr. Reid entgegen, ein sehr junger Mann, der intelligenter war, als alle Männer, die ich bis jetzt getroffen hatte. Er war meist sehr freundlich, wenn auch auf eine schräge Art und Weise.
- Morgen!
Sagte er und lächelte mich an. Ich lächelte zurück.
- Morgen!
Und hechtete zu meinem Tisch an den Hörer.
- Agent Fisher…
Es war ein anstrengender Morgen gewesen. Ich saß in der Pause und trank meinen dritten Kaffee, vor mir das Kreuzworträtsel der Times. Fast fertig. Reid kam zu mir.
- Beeindruckend.
Sagte er, als er mir über die Schulter blickte, ich lachte.
- Naja, irgendwie muss man sich ja ablenken…
Ich biss in meinen Bagel.
- Ich brauch nen Kaffee.
Tönte es hinter mir, auch ohne mich umzudrehen, wusste ich es war, Derek Morgan. Ein überheblicher Typ, der mir auf die Nerven ging. Nach jedem gelösten Fall, spielte er sich auf. Seine Akten machte er auch schlampig und hielt es nicht für nötig mir Auskunft über irgendetwas zu geben.
- Agent Morgan!
Sagte ich übertrieben freundlich und drehte mich um.
Da stand er und grinste. Er war groß, muskulös und hatte ein gewinnendes Lächeln. Seine Haut war dunkel, sodass seine Zähne noch weißer strahlten. Natürlich er sah gut aus, mehr als das. Aber ich konnte Garcias Faszination für ihn nicht im geringsten Teilen, da Morgan mich bis jetzt mehr wie Luft behandelte.
- Agent Fisher.
Sagte er neutral.
- Was ist mit der Akte von dem Reaper-Fall? Ich brauche die mehr als dringend.
- Liegt auf ihrem Tisch.
Ich zog die Augenbrauen hoch. Der Fall war drei Monate her und ich hatte schon einen Anschiss deswegen bekommen.
- Dann bin ich ja zufrieden.
Ich ass den letzten Krümel von meinem Bagel und verschwand aus dem Pausenraum. Ich hörte nur noch wie Agent Morgan zu Reid sagte.
- Ich hab keine Ahnung, was die immer mit ihren Akten hat.
Auf dem Tisch lag tatsächlich eine Akte. Ich blickte hinein und schon war klar, dass es mal wieder mehr Arbeit machen würde, sie zu vervollständigen, als neu zu schreiben.
Ich stapfte also zu Morgans Schreibtisch. Er saß dort und schlürfte seinen Kaffee und verzog das Gesicht.
- Puh, wer hat den denn gemacht? Ist ja schrecklich!
Ich! Ich hatte diesen schrecklichen Kaffee gemacht. Meine Wut wurde nicht gemindert.
- Also, das nennen sie eine Akte?
Ich wedelte mit dem Ding in der Luft rum.
- Was?
Sagte er überrascht.
- Agent Morgan. Es kann doch nicht ihr Ernst sein, sie hatten mehr als genug Zeit, einen vernünftigen Bericht zu verfassen, das hier ist keiner.
- Wer liest das denn schon?
Sagte dieser schulterzuckend.
- Ich muss das Lesen und an die Leitung weiterreichen, und so etwas geht nicht!
rief ich genervt.
- Agent Fisher, ich hab leider keine Zeit dafür. Wir müssen gleich los, nach Port Huron.
Ich verdrehte die Augen.
- Ich weiß, trotzdem, der Bericht muss heute raus.
Derek stand auf und sah mich überlegen an.
- Dann ist das wohl nicht mehr mein Problem.
Ich kniff die Augen zusammen. Doch leider hatte er Recht, ich durfte die Scheiße ausbaden. Wortlos ging ich zu meinem Schreibtisch und durchblätterte die Akte.
Es war nach halb 1 und ich saß immer noch an den Akten. Das Team war raus in Port Huron. Ein untypischer Fall, indem sich der angebliche Mörder selbst gestellt hatte.
Die letzte Akte war fertig und ich legte sie auf den Stapel.
Gähnend stand ich auf und hörte nur Garcia, die noch in ihrem Büro saß. Ich regte meinen Kopf ins Büro und sah wie Garcia gerade mit dem Team sprach.
- Hey Penelope. Die kanadischen Behörden weigern sich wegen der Überschreibung des Verdächtigen!
Sagte ich schnell. Den ganzen Tag hatte ich mit dem Telefon am Ohr mit irgendwelchen kanadischen Behörden gesprochen. Penelope gab es weiter ans Team.
Ich winkte Penelope einmal zu und ging.
Fahrstuhl runter, links und den blauen Teppich entlang und dann nach draußen. Mein Auto stand im Parkhaus und ab nach Hause.